Hagenbrunn: 36 Flüchtlinge in drei Tagen aufgegriffen

Routen der Schlepperbanden verlagert sich nach Niederösterreich, Bezirkspolizeikommando und Landespolizei verstärken Kontrollen.

Erstellt am 18. November 2021 | 14:50
Polizei Symbolbild
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Foto: Von Creativan, Shutterstock.com

Laut Information der Gemeinde Hagenbrunn wurden in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von illegalen Schlepperdiensten durch die örtliche Polizei verzeichnet. Hinweise an die Gemeinde dazu kamen aus der Bevölkerung.

Auf Anfrage der NÖN bestätigte Johann Baumschlager, Pressesprecher der Landespolizeidirektion NÖ, die Zunahme der Schleppertätigkeit in Niederösterreich. Innerhalb von drei Tagen wurden alleine im Gemeindegebiet von Hagenbrunn 36 illegale Flüchtlinge - syrische Staatsbürger - und zwei Schlepper - ukrainische Staatsbürger - aufgegriffen. Es wurden daher die Kontrollen durch das Bezirkskommando der Polizei verstärkt. 

Laut Erkenntnissen der Polizei lag der Schwerpunkt der Schlepperbanden zuvor auf der Route von Ungarn ins Burgenland. Durch verstärkte Kontrollen im Burgenland verlagerte sich die Route der Schlepper nun von der Slowakei und Tschechien kommend nach Niederösterreich. Als Fahrzeuge wurden Pkw, Lkw und Kleintransporter verwendet.

Auf Grund der hohen Zahl der Aufgriffe sind rund um die Uhr Einsatzkräfte der Polizei und des Landeskriminalamts in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt in Wien und der Ostregion im Einsatz. Verbindungen der Menschhändler in die Ukraine sind Teil der polizeilichen Ermittlungstätigkeit.