Gerasdorf: Das Parlament soll helfen. Die ÖVP fordert den Nationalrat mittels Petition auf, die rechtliche Lage zu ändern.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2020 (04:28)
Andreas Minnich 
ÖVP

Mit einer Petition will die ÖVP Gerasdorf den Kampf gegen die geplante Schottergrube zwischen Gerasdorf und Seyring vorantreiben. Der Nationalratsabgeordneten Andreas Minnich soll diese im Parlament einbringen. Die Volkspartei fordert, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das Projekt zu verhindern oder zumindest einzuschränken.

Rund 200 Hektar gegenwärtig landwirtschaftlich genutzte Fläche dürfen laut Raumordnungsprogramm zur „Sand- und Kiesgewinnung“ verwendet werden. Die Eignungszonen wurden in den 1960er-Jahren festgelegt; das damalige Verständnis von Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit sei nicht mit den heutigen Standards vergleichbar, diese definierten Zonen seien aber wegen einer komplizierten bundesrechtlichen Lage nicht einfach seitens des Landes abänderbar, erklärt die ÖVP ihre Initiative.

Nach aktuellem Stand wurde bereits von einem Projektwerber im fraglichen Gebiet um Genehmigung zur Kiesgewinnung angesucht. Weitere Interessenten sollen bereits angeklopft haben, fürchtet die ÖVP einen großflächigen Schotterabbau.

„Ich werde mich bestmöglich für die Menschen in Gerasdorf einsetzen“, versprach Minnich bei der Übergabe des Schriftstücks. Ziel sei eine Änderung der rechtlichen Lage, sodass ein Verbot der Schottergewinnung durch Änderung überörtlicher Raumordnungsvorschriften ermöglicht wird.