Hasenpest-Fall im Bezirk Korneuburg. In Hagenbrunn ist im Jänner eine Person an Tularämie erkrankt. Die als „Hasenpest“ bekannte Krankheit ist in Österreich sehr selten und meldepflichtig.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 07. Februar 2019 (14:58)
Tularämie (Hasenpest) wird durch das Bakterium Francisella tularensis verursacht.
Von Kateryna Kon, Shutterstock.com

Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sind in den letzten zehn Jahren 42 Fälle beim Menschen gemeldet worden. Der Name „Hasenpest“ rührt daher, dass die Symptome der Pest ähneln und häufig Hasen und Wildkaninchen befällt. Übertragen wird die bakterielle Infektion durch Kontakt- oder Schmierinfektionen, aber auch durch Zeckenbisse oder Insektenstiche.

Neben dem Menschen können auch Haustiere wie Hunde oder Katzen erkranken. Ohne Behandlung kann die Krankheit tödlich verlaufen, mit Antibiotika ist sie gut behandelbar.

In der Vergangenheit waren oft Jäger betroffen, die sich beim Aufbrechen der Tiere infiziert haben. Aus dem Grund hat die BH Korneuburg auch eine Info an alle Hegeringleiter im Bezirk geschickt. „Da die Krankheit von Nagetieren auch auf den Menschen übertragbar ist, werden alle mit der Jagdausübung befassten Personen ersucht, besondere Vorsicht bei verendeten bzw. erkrankten Nagern walten zu lassen“, heißt es in dem Schreiben.

Lest nähere Infos zu dem Fall in der Printausgabe der Korneuburger NÖN, die am Mittwoch erscheint.