Sender am Kirchturm: Protest der Anrainer!. UNTERSCHRIFTEN-AKTION / Rund ein Viertel der Bewohner hat gegen Vorhaben unterzeichnet.

Erstellt am 11. Januar 2011 (00:00)
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VON HELMUT SEUFERT

ENZERSFELD / Die Absicht, im Turm der Enzersfelder Kirche eine Sendeanlage der A1 Telekom AG zu installieren, sorgt in der Marktgemeinde für große Aufregung und Anfeindungen unter den Bewohnern. Einige Einwohner, vor allem solche, die in unmittelbarer Nähe der Kirche wohnen, hegen die Befürchtung, dass durch die Anlage ungünstige gesundheitliche Einflüsse zu erwarten sind. Sie gründeten daher eine Interessensgemeinschaft, um das Vorhaben zu verhindern.

Dazu erklärte eine Sprecherin dieser Gemeinschaft, die jedoch aus Furcht vor etwaigen unangenehmen Folgen ungenannt bleiben will: „Wir sind durchaus nicht dagegen, dass ein neuer Sender eingerichtet wird, wir sind aber gegen die Installation inmitten des Wohngebiets. Gegen einen Sendemast abseits der Ortschaft haben wir nichts einzuwenden. Wir haben alle ein Handy, auch ich, denn wir wissen, ein Handy wird in der heutigen Zeit in allen Bereichen des Lebens benötigt.“

Um ihren Bedenken Nachdruck zu verleihen, hat die Interessensgemeinschaft eine Unterschriftenaktion gestartet, die mit der Unterzeichnung von etwa einem Viertel der Einwohner von Enzersfeld durchaus erfolgreich war.

In einem Extra-Pfarrbrief ließen Prior Andreas Steinhauer und der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Wilhelm Rohskopf verlauten, dass die A1 Telekom AG eine ausreichende und flächendeckende Infrastruktur für Mobiltelefonie und Internet - zu der sie laut Telekommunikationsgesetz verpflichtete ist - nur dann gewährleisten kann, wenn ein Sender in der Mitte des zu versorgenden Orts vorhanden ist. Überdies zeigen im Pfarrhof vorgenommene Messungen, dass der Immissionswert um das 50.000-fache unter dem in Österreich anzuwendenden Grenzwert liegt, heißt es in dem Pfarrbrief weiter..

Die Interessensgemeinschaft meint allerdings, dass die Bedenken von einem Viertel der Bevölkerung nicht einfach „vom Tisch gewischt“ werden können.