Spatenstich: APG investiert in Weinviertelleitung. Die bestehende Stromleitung der APG im Weinviertel ist bereits über 70 Jahre alt und auf Grund der langen Betriebsdauer entsprechend sanierungsbedürftig. Am feierlichen Spatenstich, der jetzt in Neusiedl an der Zaya stattfand, nahmen neben den beiden APG-Vorständen Thomas Karall und Gerhard Christiner auch Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrätin vom Land NÖ sowie Franz Mittermayer, Vorstandsdirektor der EVN teil.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. November 2019 (12:28)
APG/Matt Observe

Die neue Weinviertelleitung kommt mit 53 Masten weniger aus, als die alte. „Das hängt damit zusammen, dass wir die ersten elf Kilometer der alten Leitung ersatzlos demontieren können, da wir die neue Leitung mit einer bereits bestehenden Leitung verknüpfen und dort einspeisen werden“, erklären die APG-Vorstände Thomas Karall und Gerhard Christiner. 

Nach einer Bauzeit von vier Jahren ist die Inbetriebnahme für das Jahr 2022 vorgesehen. „Die Energiewende ist eine große Chance für Niederösterreich. Mit der neuen APG-Weinviertelleitung bekommt Niederösterreich eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Netzanbindung für erneuerbare Energien aus der Region. Die APG-Weinviertelleitung leistet damit einen wichtigen Beitrag zum niederösterreichischen Klima- und Energiefahrplan 2030“, sagte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister beim Spatenstich.


53 Strommasten und 15 Kilometer Leitung werden eingespart

Die neue 380-kV-Leitung führt ab Seyring über 62 km bis Neusiedl an der Zaya. Dort wird das Umspannwerk Zaya errichtet. Im Umspannwerk Zaya startet die neue 15 km lange 220-kV-Leitung Richtung Staatsgrenze. Bisher verläuft die Leitung unteranderem durch das Natur-schutzgebiet in der Bernhardsthaler Ebene und nahe der Häuser in der Gemeinde Reintal.

„Die Leitung im Naturschutzgebiet wird komplett abgebaut. Die neue Trasse verläuft weiter westlich durch nicht besiedeltes Gebiet“, betonte Christiner, technischer Vorstand der APG. Die Investitionskosten der neuen Leitung liegen bei 200 Millionen Euro. „Für ganz Österreich bringt der Bau eine Wertschöpfung von 132 Millionen Euro, davon entfallen 31 Millionen Euro auf Niederösterreich. Insgesamt werden in der Bauphase 2.100 Arbeitsplätze geschaffen, davon fast 600 in Niederösterreich“, konstatiert Karall, kaufmännischer Vorstand der APG.

Auch Netz NÖ, die Netztochter der EVN – hat das Projekt aktiv unterstützt und wird von der neuen leistungsstärkeren Leitung profitieren: „Unsere Strategie ist es, den Anteil erneuerbarer Energie konsequent und mit Augenmaß auszubauen und dabei die Versorgungssicherheit nie aus den Augen zu verlieren. Gemeinsam mit der APG sind wir diejenigen, die die ‚Energiewende‘ auf den Boden bringen “, so EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer.