Denkmal wurde zerstört. Vom Staniakreuz, welches beim Göllersbach steht, ist nicht mehr viel übrig. Bürgermeister Gottfried Muck wurde nichts gemeldet.

Von Cornelia Grotte. Erstellt am 24. Juni 2018 (05:00)
Nur noch der Sockel steht. Der Rest des Staniakreuzes ist nicht mehr zu finden.
Graf

Denkmalschützer Reinhard Graf bekam vergangene Woche einen Anruf: Das Staniakreuz in Sierndorf war beschädigt worden.

1977 verunglückt

„Mich hat ein Jäger angerufen, dass es zerstört ist. Es waren vor kurzem Schlägerungen am Göllersbach, Sträuche und Bäume wurden umgeschnitten. Vielleicht ist da etwas passiert?“, vermutet Graf ein Versehen. Das Kreuz wurde im Juni 2006 als Erinnerung an den 17-jährigen Gerhard Stania aufgestellt. Dieser war am 30. August 1977 mit seinem Moped an dieser Stelle tödlich verunglückt.

Das Denkmal wurde von Johann Tachetzy, Gottfried Helfer und der Mutter des Verunglückten, Elsa Stania, errichtet. Seitdem kümmert sich Tachetzy um den Erhalt des schwarzen Eisenkreuzes, auf dem der gekreuzigte Jesus aus Gold und eine Tafel mit dem Namen des Verstobenen hängen.

Auf der Gemeinde sei nichts gemeldet worden, erklärt VP-Bürgermeister Gottfried Muck auf Anfrage der NÖN. „Das Kreuz ist aus Eisen und hat einen Betonsockel. Ich denke nicht, dass eine Motorsäge es beschädigen könnte“, wehrt sich der Ortschef gegen die Vermutung, dass Gemeindemitarbeiter das Kreuz versehentlich gefällt haben könnten. „Wir werden dem nachgehen. Nächste Woche kann ich dazu mehr sagen“, so Muck. Wenn das Kreuz versichert ist oder in dem Fall, dass es wirklich durch die Arbeiten der Gemeinde beschädigt wurde, soll das Denkmal „sicher wieder hergestellt werden“, erklärt der Bürgermeister.