Eingriff in die Natur: Grüne kritisieren Schlägerungen. Entlang des Göllersbachs wird fleißig gerodet. Die Grünen fürchten um Rückzugsmöglichkeiten für Wild und Vögel.

Von Karin Schuhböck. Erstellt am 10. März 2019 (07:07)
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Kahlschlag entlang des Göllersbachs Richtung Oberolberndorf. Besteht hier wirklich eine Hochwassergefährdung? Foto: privat

Hochwasserschutz und Naturschutz dienen dem Wohl der Allgemeinheit. In der Abwägung der beiden Belange untereinander und gegeneinander unterliege leider, so die Grünen, oftmals der Naturschutz. So werden jetzt auf Geheiß von Bezirkshauptmannschaft und Gemeinde beim Göllersbach Richtung Oberolberndorf Rodungen durchgeführt.

„Rückzugsmöglichkeit für das Wild immer kleiner“

Die Grünen sind jedoch der Meinung, dass diese Schlägerungen nicht notwendig sind: „Seit Tagen werden hier Rodungen durchgeführt, und so wird auch die letzte Rückzugsmöglichkeit für das Wild immer kleiner“, so Grüne-Gemeinderätin Gabriele Gollner. Schon in den letzten zwei Jahren seien die Schlägerungen am Göllersbach unverhältnismäßig intensiv ausgefallen und wertvoller Lebensraum zerstört worden.

Das Argument Hochwasserschutz und Entwässerungsgräben freizuräumen ist für Gollner nicht nachvollziehbar. „In diesem Abschnitt zwischen Sierndorf und Oberolberndorf gibt es keine Hochwassergefährdung für Anrainer!“ Und sie verweist auf eine Studie, die besagt, dass Ufergehölze eine stabilisierende Wirkung auf den Gesamtraum haben und wichtige Strukturbildner der Landschaft sind.

VP-Bürgermeister Gottfried Muck verteidigt die Vorgehensweise: „Wir haben von der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg vor vier Jahren die Vorgabe erhalten, dass wir die Ufer der Fließgewässer so erhalten müssen, dass kein Hochwasser entstehen kann“, glaubt er, dass die Schlägerungen erforderlich sind, um Menschen und ihr Hab und Gut vor Schäden zu bewahren.