Bürgerversammlung: Debatte über Betriebsgebiet

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 04:12
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Ernst Kreuzinger informierte Bürger, unterstützt wurde er von den Gemeinderäten Martin Koubek (SPÖ) und Gerhard Wünsch (BGL), Vizebürgermeisterin Christina Trappmaier-Hauer, Ortsvorsteher Marcus Dostal sowie den Gemeinderäten Robert Koppensteiner (FPÖ) und Alfred Collmann (Grüne).
Foto: Karin Schuhböck
Ein Ausbau des Betriebsgebietes in Höbersdorf um 13 Hektar ist geplant: Die Lokalpolitik stellte sich den Bürger-Fragen.
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Da eine parteiunabhängige Personengruppe 810 Unterschriften gegen die geplante Betriebsgebiet-Erweiterung in Höbersdorf gesammelt hatte, lud ÖVP-Bürgermeister Ernst Kreuzinger am Montag zum Bürgerinformationsabend, um das Projekt vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Geplant ist ein Ausbau des Betriebsgebietes um etwa 13 Hektar auf der gegenüberliegenden Seite des bestehende Areals. Auf keinen Fall dürfe der Streifen entlang des Göllersbaches verbaut werden. Links und rechts bleibe eine Fläche von 50 Metern frei, der Bach wird renaturiert und Bepflanzungen sind vorgesehen.

Die Erweiterung wurde von der Landesregierung begutachtet, es liegt ein positiver Bescheid vor. Ein Vorteil ist, dass aufgrund des bestehenden Betriebsgebietes infrastrukturtechnische Maßnahmen vorhanden sind. „Die Planung für die Erweiterung ist aber erst in der Anfangsphase und ist sicher kein Projekt, das von heute auf morgen abgeschlossen ist, sondern wird voraussichtlich einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren in Anspruch nehmen“, sagte Kreuzinger.

Wertvolles Ackerland wird versiegelt

„Natürlich gibt es auch Nachteile“, gab er zu, „es wird wertvolles Ackerland versiegelt und es wird ein größeres Verkehrsaufkommen vorhanden sein, das heißt, dass ein neues Konzept mit Verkehrstechnikern erstellt werden muss.“ Besonders Sorge bereitet den Bürgern der Verkauf des Vier-Hektar-Grundes eines Privateigentümers an den „XXXLutz“-Konzern. Der Betrieb will hier sein neues Lager- und Logistikcenter aufbauen.

Der Protest der Bürger richtet sich vor allem gegen diese Ansiedlung, da die Vermutung besteht, dass eine Riesenhalle mit 40 Meter Höhe entstehen könnte. In dieser Hinsicht konnte Kreuzinger beruhigen: „Wir haben klare Richtlinien im Bebauungsplan und es darf eine Bauhöhe von 15 Metern nicht überschritten werden“.

Weitere Fragen der zahlreich erschienenen Einwohner wurden vom Bürgermeister, Ortsvorsteher Marcus Dostal und BGL-Gemeinderat Gerhard Wünsch oft zur Zufriedenheit geklärt. Kreuzinger erklärte abschließend, dass nun die Umwidmung vorbereitet und der Bebauungsplan festgelegt werden. „Es ist noch viel zu tun und wir werden, damit alle informiert sind, alle Schritte in der Gemeindezeitung kommunizieren“, versprach er.

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