Lkw-Fahrverbot im Ort abgeschmettert. Grüne kritisieren VP-Ortschef: Arbeitskreis Verkehr wurde seit zwei Jahren nicht einberufen. Antrag auf Lkw-Verbot kippte.

Von Theodora Höger. Erstellt am 20. Dezember 2017 (05:00)
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Ein generelles Durchfahrverbot für Lkws über 3,5 Tonnen durch alle Katastralgemeinden forderten die Grünen im Gemeinderat; die Mehrheit stimmte jedoch dagegen. Auch Verkehrsexperte Werner Retter empfahl in seiner Präsentation des Verkehrskonzepts ein solches Verbot.

„Durchfahrverbote für Lkws sind ein wichtiger Beitrag, um die Bevölkerung vor Lärm, Abgasen und Gefahren zu schützen. Die Gemeinden Stockerau und Spillern haben ein derartiges Durchfahrverbot. In unserer Gemeinde wurde dieses Problem jedoch für nichtig erklärt. Man kann leider im Gemeinderat über ein derartiges Thema nicht vernünftig diskutieren“, wettert Gemeinderätin Gabriele Gollner.

„Ein ganztägiges Lkw-Durchfahrverbot ist unrealistisch. Eine richtige Schnapsidee. Ich muss schon nachdenken, wenn ich so etwas fordere.“Gottfried Muck, VP-Ortschef

Sie kritisiert VP-Bürgermeister Gottfried Muck: „Dass unser Antrag vom Bürgermeister nicht einmal in den Verkehrsausschuss verwiesen worden ist, der seit mehr als zwei Jahren nicht mehr stattgefunden hat, hat uns sehr geärgert, zumal ja schon zweimal vor der Schule Lkws parkende Privatfahrzeuge schwer beschädigt haben. Zumindest in der Schulstraße sollte eine Überprüfung seitens der Bezirkshauptmannschaft von unserem Bürgermeister angeregt werden“, fordert sie.

VP-Bürgermeister Muck: „Ein ganztägiges Lkw-Durchfahrverbot ist unrealistisch. Eine richtige Schnapsidee. Ich muss schon nachdenken, wenn ich so etwas fordere. Es muss ja auch eine Lösung gefunden werden, wenn der Lkw nicht fahren kann. Was machen zum Beispiel die Häuselbauer, wenn ihnen keiner mehr Baumaterial liefern kann? Einen Lkw-Durchzugsverkehr haben wir ja nicht – wir haben vor allem in der Früh den Pendlerverkehr und untertags ist auf der Straße bei uns tote Hose.“

Dass der Arbeitskreis Verkehr nicht tagte, ist für Muck logisch: „Warum sollen fünf Leute diskutieren, die willkürlich zusammengewürfelt sind, wenn wir alle in die Erstellung des Konzepts einbinden konnten?“

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