Maiandacht: Ein Mahnmal restauriert

Erstellt am 12. Mai 2022 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
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Das Soldatengrab im Dr.-Josef-Zottl-Park wurde neu gestaltet und im Rahmen einer Maiandacht von Pater Andreas Hiller gesegnet.
Foto: Karin Schuhböck
Das erneuerte Soldatengrab in Sierndorf soll an die Sinnlosigkeit von Kriegen erinnern. Pater Hiller betonte dies in persönlichen Erinnerungen.
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77 Jahre Frieden, 77 Jahre Zweite Republik, 67 Jahre Staatsvertrag: Das alles sind Jubiläen, denen der ÖKB im heurigen Jahr gedenkt. Aus diesem Anlass wurde am Sonntag bei einer Maiandacht das neu gestaltete Soldatengrab im Dr. Josef Zottl-Park gesegnet.

Pater Andreas Hiller, der sich 2021 in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen hat, zelebrierte auf Wunsch des ÖKB Sierndorf die Maiandacht vor dem Gedenkstein, dem nun auch eine Tafel mit den Namen der in den letzten Kriegstagen Gefallenen zur Seite gestellt wurde. Eine weitere Tafel weist darauf hin, dass sich in den letzten Kriegsmonaten im Sierndorfer Schloss ein Kriegslazarett befunden hat.

Dieses Gedenken war Anlass, an die Sinnlosigkeit von Kriegen und die damit einhergehende Zerstörung zu erinnern. In bewegenden Worten erzählte Hiller, wie er als Zehnjähriger den Zweiten Weltkrieg erlebte: Er musste teilweise schreckliche Verbrechen mitansehen, die ihn bis heute in seinen Träumen verfolgen.

ÖKB-Obmann Reinhard Graf wies auf die Wichtigkeit solcher Gedenkstätten hin: „Die Pflege und Erhaltung von Grabanlagen von Kriegsopfern, Soldaten und Zivilisten ist Erinnerungsarbeit und gehört zur menschlichen Kultur.“

Er bedankte sich bei den ÖKB-Kameraden Alfred Janek, Marcel und Christoph Havlicek sowie Rene Jezik, die mit Unterstützung der Gemeinde und der Raika Sierndorf an der Restauration gearbeitet haben. Graf: „Das Gedenken heute soll allen vermitteln, dass daran weiterhin kontinuierlich und mutig gearbeitet werden muss.“

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