Maßnahmen gegen Keime im Trinkwasser

Die Gemeinde Sierndorf nimmt viel Geld in die Hand, um die Wasserbehälter zu sanieren.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 04:48
Lesezeit: 1 Min
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Die Trinkwasserbehälter der Gemeinde sollen nun umfassend saniert werden.
Foto: Shutterstock/New Africa

Wie die NÖN berichtete , gab es im Vorjahr große Probleme mit verkeimtem Wasser in der Großgemeinde. Um die Verunreinigungen zu beseitigen, musste und muss das Wasser ausreichend gechlort werden.

Die Ursache für die Verkeimung konnte trotz fieberhafter Suche und gründlicher Reinigung der Wasserbehälter bisher nicht gefunden werden, sodass jetzt der Entschluss gefasst wurde, die Behälter von Grund auf zu sanieren.

Auf NÖN-Nachfrage erklärte ÖVP-Bürgermeister Ernst Kreuzinger, welche Schritte nun eingeleitet wurden: „Zuerst muss ich sagen, dass unser Wasser trotz leichter Chlorierung sehr gut trinkbar ist. Wir haben eine Dosieranlage in Betrieb genommen, die immer nur so viel Chlor beifügt, wie notwendig ist, und es gibt derzeit seitens der Bevölkerung keinen Hinweis, dass das Wasser zu stark nach Chor riecht oder schmeckt.“

Nur wenige Firmen führen fachgerechte Sanierung durch

Die Wasserqualität werde laufend von der Landesregierung überprüft. Im nächsten Schritt werden von einem Ziviltechniker Angebote zur Renovierung der Behälter angefordert. „Das ist nicht so leicht, denn es gibt nur wenige Firmen, die eine fachgerechte Sanierung durchführen können“, so der Ortschef. Die Wasserbehälter sind an die 40 Jahre alt und es muss ein spezieller Putz neu aufgetragen werden. Man werde sich die Angebote genau ansehen, so Kreuzinger, bei einer Gemeinderatssitzung soll dann beschlossen werden, an wen der Auftrag vergeben wird.

Der Bürgermeister weiß, dass hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen werden, doch man hofft auf Förderungen durch das Land NÖ. Das alles soll noch im Frühjahr passieren, damit die Arbeiten noch vor dem Sommer beginnen können. Denn wenn die Temperaturen steigen, könnte die Keimanzahl wieder ansteigen, „und das wollen wir auf jeden Fall verhindern“.