Mit dem Rad zum neuen Arbeitsplatz. Das Radnetz wird dank einer satten Förderung der NÖ Landesregierung ausgebaut. Entlang der L30 entsteht eine kurze Radwegverbindung von Sierndorf in das Betriebsgebiet von Höbersdorf.

Von Karin Schuhböck. Erstellt am 06. August 2021 (04:45)
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Der neue Radweg entlang der L30 führt in das Höbersdorfer Betriebsgebiet.
Gemeinde Sierndorf

Nachdem sich eine große Firma mit vielen Arbeitsplätzen im Betriebsgebiet Höbersdorf ansiedelt, werden auch viele Gemeindebürger die Möglichkeit bekommen, dort einen Arbeitsplatz zu finden. Da dieses Betriebsgebiet nur zwei Kilometer von Sierndorf entfernt ist, bietet es sich an, diesen Weg mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Der Weg wurde in das Radgrundnetz aufgenommen. Bei diesem Netz handelt es sich um gemeindeübergreifende Radwegplanungen, die das Einzugsgebiet um Ballungsräume, Verkehrsknotenpunkte, Schulen, Einkaufszentren usw. abbilden. Dabei werden Einzugsgebiete im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern berücksichtigt. Diese Abstimmung erfolgt jeweils im Dialog mit den Gemeinden.

„Mehr Radverkehr bedeutet eine bessere Gesundheit und mehr Klimafreundlichkeit“, hält Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fest, und auch Mobilitäts- und Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko verweist auf das beschlossene Zusatzpaket zur Rad- und Gemeindewegförderung: „Bei uns zählen zukünftig nicht nur Pferdestärken, sondern auch Muskelkraft. Weil aber ohne entsprechende Radwege die größte Motiva tion nichts nutzt, haben wir die neue Radwegförderung für Gemeinden ins Leben gerufen.“

Derzeit werden zwölf Projekte, zu denen auch jenes in Sierndorf zählt, verwirklicht. Die Gesamtbaukosten werden mit rund 2,6 Millionen Euro beziffert und es werden zwischen 60 und 80 Prozent der Kosten, die Gemeinden für die Errichtung von Radwegen tragen müssten, vom Land NÖ übernommen.