Weiterhin Dreier-Pakt für Niederhollabrunn. SPÖ und FPÖ wollen weiter eng mit der ÖVP zusammenarbeiten. Die Liste Schachel dagegen greift Letztere in ihrer Kampagne massiv an – für die ÖVP ein untragbarer Stil.

Von Lena Förster. Erstellt am 19. Januar 2020 (06:24)
Vizebürgermeister Rudolf Malanik (links) ist Spitzenkandidat der SPÖ, Rene Kleinhappl (re.) tritt als Listenerster der FPÖ an. Fotos: SPÖ & FPÖ
SPÖ & FPÖ

Neben der Volkspartei treten die SPÖ, die FPÖ sowie die Liste Schachel zur Gemeinderatswahl an.

Vizebürgermeister Rudolf Malanik istSpitzenkandidat der SPÖ.
SPÖ

Die SPÖ, mit der die ÖVP in der letzten Periode koaliert hat, setzt auf eine verjüngte Kandidatenliste. So bekleidet Student Marcel Duffek, der Neffe des ÖVP-Bürgermeisters, den fünften Listenplatz. Hinter Rudolf Malanik stehen die bisherigen Gemeinderäte Christian Duffek, Jürgen Ulram und Samir Cigic auf der Kandidatenliste.

Ein großes Thema im Wahlkampf der SPÖ ist der Bau von neuen Wohnungen für junge Familien. Malanik setzt sich dafür ein, anstelle des ungenutzten Theodor-Kramer-Hauses ein Ärztezentrum zu errichten. Damit soll der Gemeindearzt entlastet werden. „Da die Gemeinde immer weiter wächst, wäre ein Ärztezentrum mit Fachärzten sinnvoll“, ist Malanik überzeugt. Die Renovierung der WC-Anlage beim Friedhof sei außerdem ein Ziel für die nächsten fünf Jahre.

Rene Kleinhappl tritt als Listenerster der FPÖ an.
FPÖ

Aufseiten der FPÖ wird Rene Kleinhappl, der auch schon zuletzt dem Gemeinderat angehörte, als Spitzenkandidat in die Wahl gehen. Auf Listenplatz zwei wurde Philippe Kaufeler gesetzt, der über politische Erfahrung verfügt und schon bei der letzten Wahl angetreten ist. Ein besonderes Anliegen ist es der FPÖ, die Sicherheit im Ort – speziell für die Kleinsten – zu gewährleisten. „Es gibt einige Schulwege, die nicht ausreichend gesichert sind“, sieht Kleinhappl in dieser Angelegenheit Handlungsbedarf.

SPÖ und FPÖ setzten in der letzten Legislaturperiode auf eine enge Zusammenarbeit mit der ÖVP: „Das funktioniert sehr gut!“, ist Malanik zufrieden. Auch die FPÖ will an dem Schulterschluss der Parteien festhalten. Das heiße aber nicht, dass man der ÖVP in allen Punkten zustimmen müsse: „Wenn es Dinge gibt, die uns nicht gefallen, tun wir dies auch kund“, so Kleinhappl.

Einzig die Liste Schachel geht in ihrem Wahlkampf auf Konfrontation: Auf den Wahlplakaten der Liste wird ÖVP-Bürgermeister Jürgen Duffek als „Schildbürgermeister“ bezeichnet. Johannes Schachel selbst wollte zu der Kampagne und seinem erneuten Wahlantritt keine Stellungnahme gegenüber der NÖN abgeben. ÖVP-Ortschef Duffek kritisiert den radikalen Kurs der Liste scharf: „Sein politischer Stil, der auf eine radikale politische Form abzielt, ist untragbar!“