Nach Brand in Goldgeben: Familie hat alles verloren

Goldgeben steht unter Schock, nachdem eine junge Familie nun bei null beginnen muss. Die Hilfsbereitschaft ist aber riesig.

Erstellt am 22. Dezember 2021 | 04:34
Lesezeit: 1 Min
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Ein Kabelbrand zerstörte das Haus einer jungen Familie in Goldgeben, Ortsvorsteherin und Dorfgemeinschaft leiteten Sofortmaßnahmen ein. Nun werden aber Spenden als Unterstützung gebraucht.
Foto: BFKDO Korneuburg

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hausleiten, Seitzersdorf-Wolfpassing, Schmida und Zissersdorf rückten am vergangenen Samstag gegen 17.30 Uhr zu einem Wohnhausbrand nach Goldgeben aus. Beim Eintreffen war schon deutlich zu erkennen, dass sich im gesamten Einfamilienhaus bereits dichter, tiefschwarzer Rauch ausgebreitet hatte. Brandursache war ein Kabelbrand eines defekten Kühlschranks. Die junge Familie, die beim Brandausbruch nicht zu Hause war, hat alles verloren. Es startete aber eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Ortsvorsteherin Isabella Mayer und Cornelia Weinlinger-Kölbl von der Dorfgemeinschaft Goldgeben initiierten Sofortmaßnahmen, nachdem der Familie gesagt wurde, dass das Haus aufgrund des flächendeckenden Rußes nicht mehr bewohnbar ist. „Wir haben uns wegen einer neuen Unterkunft umgesehen und ein Haus gefunden, das zwar vier Jahre lang leer gestanden ist, aber immerhin möbliert ist. 40 Leute sind gekommen und haben es in nur zwei Stunden von oben bis unten geputzt, das war eine super Aktion!“, war Mayer ergriffen.

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Immer wieder wurden Sachspenden abgegeben. Volksschuldirektion Christine Zijlstra brachte neue Schultaschen für die beiden Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren vorbei. „Man sieht, der Zusammenhalt ist da, wenn er gebraucht wird. Es ist bewegend“, sagt die Ortsvorsteherin, „denn es waren nicht nur Leute aus Goldgeben dabei, auch aus den anderen Ortschaften hat es sehr viel Hilfe gegeben.“

Weinlinger-Kölbl: „Sie brauchen uns jetzt“

Bürgermeister Josef Anzböck ist fassungslos: „Das ist ein Wahnsinn. Aber man sieht, dass die Dorfgemeinschaft funktioniert.“ Weinlinger-Kölbl appellierte über Facebook, die vierköpfige Familie zu unterstützen. „Ihr gesamtes Hab und Gut wurde Opfer des Brandes, sie brauchen uns jetzt. Nur gemeinsam können wir ihnen die finanzielle Unterstützung geben, die sie zum Wiederaufbau ihres Eigenheims benötigen.“ Deshalb wurde ein Spendenkonto eröffnet, Sachspenden werden vorerst nicht benötigt.