Sorge um die 30 Therapie-Tiere am Steinbacherhof. Doris Waldhäusl bangt um ihre Tiere und richtete ein Spendenkonto ein.

Von Josef Christelli. Erstellt am 22. April 2020 (14:41)
Doris Waldhäusl und ihr Steinbacherhof sind derzeit „eingefroren“. Die Tiere brauchen Hilfe.
Christelli

Die Coronakrise setzt der Reittherapie Steinbacherhof vehement zu. Doris Waldhäusl, eine ausgebildete und erfolgreiche Therapeutin, ist zum Nichtstun verurteilt. Sie bangt um ihr Lebenswerk.

Null Einnahmen, aber viele Ausgaben

Ihre 30 Tiere, darunter elf Pferde und Ponys, Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und Seidenhühner, sind aufgrund der Zwangspause bedroht. Null Einnahmen stehen Ausgaben für die Versorgung mit Futter und Einstreu sowie Hufschmied- und Tierarztkosten gegenüber. Jetzt wurde ein Spendenaufruf gestartet, die Betreiberin bittet um finanzielle Unterstützung.

Der Steinbacherhof hat einen sehr guten Namen, er bietet benachteiligten Kindern einen Platz, wo Tiere die Hauptdarsteller sind und sich die Kids wohlfühlen können. Waldhäusl bietet heilpädagogisches Voltigieren, pferdegestützte Fördermaßnahmen, Ferienlager, Praktikumsplätze, Seminare zu Themen der tiergestützten Arbeit, Wochenendaufenthalte, Bodenarbeit mit Pferden und Reitausbildung an.

„Es tut weh, wenn die Kinder die Namen ihrer Lieblingstiere rufen und nicht hereinkommen dürfen“

„Es ist schwer, die Hoffnung zu behalten, ich darf weder ambulante Einzeltherapien noch therapeutischen Wochenenden mit Kindern machen“, ist die Tierliebhaberin verzweifelt. Momentan hält sie sich mit dem Gutscheinverkauf über Wasser, aber selbst die Heulieferung ist nur noch für kurze Zeit finanzierbar. Spontan haben ihre 30 Tiere eine großartige Futterspende von „Lucky Horse Korneuburg“ bekommen, dafür möchte sich Waldhäusl bei Simone Weikinger bedanken.

Für das Jahr 2020 war der Hof bestens gebucht, die Ambulatorien Liesing und Mistelbach sowie die MAG11 Wien sind eine Kooperation eingegangen. Familien mit Kindern kommen weiterhin auf das Gelände, sie stehen am Gartenzaun, um die Ponys aus der Ferne zu sehen. „Das tut weh, wenn die Kinder die Namen ihrer Lieblingstiere rufen und nicht hereinkommen dürfen“, schildert Waldhäusl ergreifende Momente.

Hinter ihr steht der Verein „Lebensträume Steinbacherhof“, aber auch da ist das Geld knapp. Bei Förderungen aus den Corona-Töpfen wird der Steinbacherhof wohl durchfallen, weil zwar eine Therapeutin Hilfe beziehen kann, aber nicht die Tiere. „Vielleicht bekomme ich 500 Euro, aber das ist nicht einmal die Monatsration für meine Tiere“, so Waldhäusl.

Spendenkonto: AT95 4715 0349 5991 0000, Empfänger: Verein LebensTräume Steinbacherhof, Verwendungszweck: „Corona-Soforthilfe“.