Spillern

Erstellt am 03. März 2017, 05:00

von Michaela Höberth

Hügel als sicherer Hafen für Wildtiere. Neben der Autobahn wird ein mehrere hundert Meter langer Hügel geschaffen. Er soll die Wildtiere im Falle eines Hochwassers vor den Wassermassen schützen.

Nach dem verheerenden Hochwasser im Jahre 2013 hat die Behördereagiert: Ein Rettungshügel wird den Tieren als Zuflucht dienen..  |  www.BilderBox.com, Erwin Wodicka

Es waren schreckliche Bilder, die vielen noch in Erinnerung sind: Beim Donauhochwasser 2013 standen die Auwälder unter Wasser. Für die Wildtiere wurde die Autobahn dabei zur tödlichen Falle: Wie in einem Schwimmbecken gefangen, gab es für sie keine Möglichkeit, den Wildzaun zur Fahrbahn zu überwinden. Viele Tiere verendeten daher elendig in den Wassermassen.

„Zunächst waren mehrere Hügel geplant. Diese wurden zu einem großen Wall zusammengelegt.“Thomas Speigner, Bürgermeister

Nun wird an einer langfristigen Lösung gearbeitet: Neben der A22 wird ein Rettungswall geschaffen, auf den sich Rehe und andere Tiere bei einem Hochwasser zurückziehen können. Im Herbst 2016 fasste die Bezirkshauptmannschaft den Beschluss zu dieser Schutzmaßnahme, in rund einem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bewohner profitieren laut Gutachten

„Zunächst waren mehrere Hügel über die Au verteilt geplant. Diese wurden nun zu einem großen Wall zusammengelegt“, weiß SP-Bürgermeister Thomas Speigner. Der mehrere hundert Meter lange Hügel wird dabei mit dem Aushubmaterial der Fischaufstiegshilfe, die in der Au geschaffen wird, gestaltet. Die Maßnahme bringt der Gemeinde dabei mehr Vorteile als anfangs gedacht:

„Wir hatten Sorge, dass durch die Rodung der Bäume die Lärmbelastung noch größer wird“, so Speigner. Nach Gutachten steht nun aber fest: Die Spillerner Bewohner und Unternehmer werden in Sachen Autobahnlärm sogar noch von dem Wall profitieren. Und auch die Emissionen der vorbeiziehenden Autos werden durch den Rettungshügel abgeschwächt, da die Staubpartikel besser abgefangen werden