Wegen Corona: Der Wildrettungshügel muss warten. Der Bau wurde unterbrochen, die Fertigstellung ist zeitlich noch offen.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 05. April 2020 (06:12)
Damit die Tiere bei Hochwasser überleben, wird in Spillern ein Wildrettungshügel errichtet.
Shutterstock/WildMedia

In der Au wird derzeit an der A22 ein mehrere hundert Meter langer Wildrettungshügel errichtet, um Tieren im Falle von Hochwasser ein Überleben zu sichern. Die Bauarbeiten sind aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation durch die Corona-Verordnungen allerdings vorübergehend gestoppt.

Darüber, dass die Bezirkshauptmannschaft (BH) die Genehmigung für den Bau ausgesprochen hat, freut sich SPÖ-Bürgermeister Thomas Speigner, und ebenso darüber, dass die Bautätigkeiten fortgeschritten sind: „Es ist schon einiges entstanden, aber der Hügel wird natürlich noch höher. Derzeit ist es mehr ein Plateau, damit wären die Tiere bei Hochwasser wohl nicht sehr glücklich.“

Georg Findeis, der Leiter der Bezirksforstinspektion der BH Korneuburg, erläutert den Hintergrund des Projekts: „Das Material für den Hügel kommt vom Aushub der Fischaufstiegshilfe, die in der Au entstanden ist. Nachdem wir den Abtransport des Materials durch die Gemeinde vermeiden wollten, sind wir auf die Idee mit dem Wildrettungshügel gekommen.“

Der Wall wird Richtung Autobahn steil und Richtung Au flach gebaut. Für die Spillerner ist das Projekt mit positiven Nebeneffekten verbunden: Der Verkehrslärm sowie die Emissionen werden verringert.

Dass der Zeitplan durch Corona durcheinandergebracht wurde, bestätigt Findeis. Ein Ende der Bauarbeiten kann er nicht nennen, aber nachdem er oft darauf angesprochen wird, möchte er Aufklärung betreiben: „Einer wollte sogar wissen, ob dort eine UFO-Landebahn entsteht (lacht).“