Trainingsplatz in Spillern wird verlegt. Das Großprojekt hat das Okay der Gemeinderäte erhalten. Der Trainingsplatz rückt rund 15 Meter nach Süden, der Funcourt wird erneuert und es entsteht ein neuer Fußweg.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 11. April 2021 (03:55)
In dieser Skizze erhält man einen Einblick, wie der Trainingsplatz mit dem neuen Fußweg, den Flutlichtmasten und dem Grünstreifen inklusive Bäume aussehen wird.
privat, privat

Bürgermeister Thomas Speigner (SPÖ) ließ in der Gemeinderatssitzung wissen, dass drei Punkte der Tagesordnung in direktem oder indirektem Zusammenhang stehen, da sie dasselbe Großprojekt betreffen, nämlich die Umgestaltung des Sportzentrums: die Auftragsvergabe von Straßenbauarbeiten, die Errichtung eines neuen Funcourts und die Verlegung des Trainingsplatzes des SV Spillern.

Bei den Straßenbauarbeiten geht es konkret um eine Ost-West-Verbindung durch den „Weg beim Sportplatz“ mit Beleuchtung. Dazu kommt auch ein fünf Meter breiter Grüngürtel. Für die Errichtung des 174 Meter langen Weges seien zwei Angebote eingegangen, berichtete Speigner, mit rund 27.000 Euro ging die Strabag als günstigster Anbieter hervor. Franz Hatzl (Grüne) wollte wissen, wieso man sich beim Grüngürtel für Gleditschien entschied „und nicht für einheimische Bäume“.

Der Ortschef entgegnete: „Wir vertrauen in diesem Punkt der Baumschule. Es handelt sich bei Gleditschien um eine Sorte, die einen minimalen Wasserverbrauch aufweist, was in Zeiten des Klimawandels positiv ist.“ Jakob Trimmel (FPÖ) zeigte sich grundsätzlich skeptisch: „Ich glaube nicht, dass wir diesen Weg jetzt brauchen.“ Bei der Abstimmung stimmte er dagegen, die Grünen enthielten sich, sonst waren alle Räte dafür.

Im Zuge des Projekts soll auch ein neuer Funcourt entstehen, dieser soll über Kunstrasen verfügen und für Fußball, Basketball und Volleyball verwendet werden können. Das beste Angebot legte wieder die Strabag vor, und die Kosten reduzieren sich aufgrund zweier Förderungen des Landes NÖ: 32.000 Euro kommunale Investitionsförderung plus 7.500 Euro Sportstättenförderung werden abgezogen. „Es handelt sich daher um rund 23.000 Euro als effektive Kosten für die Gemeinde“, rechnete Speigner vor. Alle Gemeinderäte stimmten für die Vergabe an die Strabag.

Der dritte Punkt des Projekts betrifft die Verlegung des Trainingsplatzes um mehr als 15 Meter Richtung Süden. Dies machte eine fällige Umwidmungskorrektur aus dem Jahr 2004 nötig. Nach einer Begehung gab es zwei Angebote, die Strabag war erneut am günstigsten und verlangt 119.000 Euro. Im Zuge der Arbeiten soll auch das Flutlicht erneuert werden, mit der Umstellung auf LED geht die Reduzierung von sechs auf vier Masten einher. 24.000 Euro werden wieder durch die Sportstättenförderung des Landes NÖ übernommen, hinzu kommen geförderte 10.000 Euro für das Flutlicht. Die FPÖ enthielt sich, sonst waren alle Mandatare dafür.