Reiten ist wieder erlaubt. Kinder können wieder zu ihren Lieblingen am Steinbacherhof, Spenden seien weiterhin wichtig.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2020 (05:19)
Doris Waldhäusl und ihre „Reittherapie Steinbacherhof“ sind durch dieCoronakrise in arge finanzielle Nöte geraten. Nun können die Kinder aber wieder zu den Pferden.
Christelli

Der Reittherapiehof „Steinbacherhof“ kann mit vielen Einschränkungen wieder aktiv werden. Reiten ja, aber nur für jene, die „sattelfest“ sind. Jene Kinder oder benachteiligte Personen, die Hilfe oder Stütze brauchen, dürfen noch nicht aufs Pferd, da der persönliche Abstand zum Betreuer nicht eingehalten werden kann. Doch wenigstens dürfen die Kinder ihre Lieblinge wieder streicheln.

Die Spendenaktion für die 30 Tiere läuft noch länger, erzählt Doris Waldhäusel: „Es besteht viel Aufholbedarf, meine Ersparnisse sind weg, meine Tiere hatten in der Coronakrise auch Hunger, brauchten Pflege und den Tierarzt.“ In nächster Zeit werden fast keine Einnahmen zu erwarten sein, da sie ihr Programm nicht wie gewohnt anbieten darf. Außerdem kauften viele Freunde des Steinbacherhofs Gutscheine als Überbrückungshilfe, um die Schließung zu verhindern. Diese Gutscheine müssen aber auch eingelöst werden, ist Waldhäusel bewusst.

Sie ist dankbar für die mediale Unterstützung, da raufhin wurde Futter angeboten und geliefert oder die Kosten für den Hufschmied übernommen. Es kam auch eine Summe von einigen hundert Euro auf das Konto des Unterstützungsvereins.

Eine Begebenheit berührte Waldhäusel besonders: „Ein Mädchen kam mit ihrem Moped angefahren und hat mir ihr Trinkgeld über den Zaun gegeben. Mir rannen die Tränen übers Gesicht.“ Das Mädchen war früher am Steinbacherhof, die Therapie hat dazu geführt, dass sie eine Lehrstelle finden konnte. Die Spendenaktion läuft noch, die Bankverbindung ist auf www.steinbacherhof.at nachzulesen.