Pfarrer Grootaers geht mit Wehmut

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:52
Lesezeit: 2 Min
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Nach elf Jahren wechselt der Pfarrer in eine andere Gemeinde.
Foto: privat
Werner J. M. Grootaers de Budt wechselt im Sommer nach Bad Fischau. Von Unstimmigkeiten mit der Diözese ist die Rede.
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„Angefressen“ bis „entsetzt“ ist die Stimmung in der Pfarrgemeinde Stetteldorf, weil Pfarrer Werner J. M. Grootaers de Budt Ende August nach Bad Fischau wechselt.

Elf Jahre war er in Stetteldorf, die Gemeinde war sehr zufrieden, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Helene Figerl. Es gab sogar eine Unterschriftenliste für den Verbleib des Pfarrers, die Antwort der Diözese blieb aber aus.

Für Grootaers ist der Knackpunkt, dass Absdorf wieder zum Pfarrverband Wagram-Au kommt. Erst im Jahr 2018 war die Gemeinde von Weihbischof Stephan Turnovszky ausgegliedert worden. „Seitdem hat sich nichts in dieser Gemeinde geändert“, erklärt der Pfarrer. In einem Pfarrverband müsse man gleichberechtigt arbeiten können, dies habe aber nur mit den anderen vier Gemeinden (neben Absdorf sind dies Bierbaum am Kleebühel, Königsbrunn am Wagram und Neuaigen) geklappt. Deshalb habe er im Frühjahr dem Weihbischof geschrieben, in dem er seine Kandidatur im Pfarrverband zurückzog.

Grootaers hat Nachfolger bereits kennengelernt

„Ich gehe mit schwerem Herzen“, gibt Grootaers zu, auch wenn er sich seine neue Pfarre in Bad Fischau bereits angesehen hat. Seinen Nachfolger hat er kurz kennengelernt. Er stammt aus Rumänien und wird zum ersten Mal in Österreich als Pfarrer eingesetzt.

„Es gab weder einen Konflikt noch einen Anlassfall“, sagt Georg Schimmerl als Sprecher der Erzdiözese Wien. Von Problemen des Pfarrers oder der Kirchengemeinde mit der Diözesanleitung sei nichts bekannt. Allerdings müsse auch akzeptiert werden, was vorgegeben wird.

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