Der „Wirbelwind“ tritt ab. Stephanie Cox (30) war für die Liste Jetzt im österreichischen Parlament tätig, doch nun wird sie ausscheiden. Mit der NÖN blickt sie auf ihre kurze Polit-Karriere zurück.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 12. Oktober 2019 (06:12)
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Ihren Rückzug aus der Politik verkündete die aus Stetteldorf stammende Stephanie Cox.

Mit der Neuwahl des Nationalrats endet auch das politische Engagement für die aus Stetteldorf stammende Stephanie Cox vorzeitig. Gleich nach dem Bekanntgeben der Vorverlegung der Wahl verkündete die Abgeordnete der Liste Jetzt (vorher Liste Pilz), nicht mehr für einen Sitz im Parlament kandidieren zu wollen. Sie möchte nun wieder als Unternehmerin tätig sein. „Es waren zwei verrückte Jahre in der Politik“, lacht sie im NÖN-Gespräch rückblickend.

In ihrer letzten Rede im Hohen Haus sorgte die 30-Jährige ein letztes Mal für Aufsehen. Um ihren Klimaschutz-Anliegen Nachdruck zu verleihen, verzichtete sie auf Worte und hielt lediglich große Schilder mit Botschaften hoch. „Ich will irritieren, in der Politik ist Aktionismus wichtig, damit die Anliegen gehört und gesehen werden“, ist ihr bewusst. Auch ihre Rede über den Sexualkundeunterricht sorgte für Gesprächsstoff. Mit klaren Worten forderte Cox geschultes Personal in den Schulen. Der Spitzname „Wirbelwind“, der ihr aufgrund ihrer enormen Energie verliehen wurde, freut sie.

Aktiv in fünf Ausschüssen

Zwar war Cox darauf eingestellt, die gesamte Legislaturperiode, also fünf Jahre, durch das Parlament zu „wirbeln“, Wehmut über das frühe Ende verspürt sie aber kaum. „Ich sehe das durchaus positiv, man kann im Leben eben nicht alles planen.“ Die Zeit im Nationalrat sieht sie als „Geschenk“, mit dem viel Verantwortung einhergehe. Die Gegebenheiten in der Politik forderten viel Geduld, „ich will aber lieber was tun, nicht nur reden“.

Die Arbeit als Parlamentarierin war stets mit viel Arbeitsaufwand verbunden, betont Cox, die in fünf Ausschüssen aktiv war. Nun, nach ihrem Rückzug, freut sie sich, künftig wieder mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. Auch die Möglichkeit, wieder mehr Zeit in Stetteldorf verbringen zu können, freut sie immens: Dort könne sie viel Kraft tanken, denn Stetteldorf sei für die junge Unternehmerin ein „Fels in der Brandung“.