Neue Konzepte für Fossilienwelt gesucht. Corona hat ein massives Minus gebracht. Eigentümer überlegen neue Konzepte für 2021.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 28. Oktober 2020 (05:10)
Späte Eröffnungwegen des Lockdowns, keine Busse – es war ein sehr schwieriges Jahr für die Fossilienwelt.
Mohsburger

Für die Fossilienwelt geht zum Monatsende ein schwieriges Jahr zu Ende, die Winterpause beginnt. Wegen des Lockdowns unmittelbar nach der Winterpause konnte heuer erst am 1. Juli aufgesperrt werden, nach einem guten Sommer fehlten dann aber im Herbst coronabedingt die Besucher. Nun überlegt der Eigentümer, der Regionalentwicklungsverein 10vorWien, wie es weitergehen soll.

„Die Bürgermeister stehen geschlossen hinter der Fossilienwelt“, versichert Stettens SPÖ-Bürgermeister Thomas Windsor-Seifert. Allerdings müsse man auch die wirtschaftliche Komponente betrachten.

„Wir wissen nicht, wann und unter welchen Auflagen die Fossilienwelt nächstes Jahr öffnen darf, Covid-19 wird uns aber wohl noch einige Zeit beschäftigen. Deshalb gibt es regelmäßige Treffen, um neue Konzepte zu entwickeln und für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein“, erklärt er. Es entspreche der Verpflichtung der Eigentümer, den Fortbestand der Fossilienwelt zu sichern. Diesen aktuellen Stand bestätigt auch der Regionssprecher von 10vorWien, Korneuburgs ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp. Fest steht bisher jedoch nur, dass der Vertrag der Fosslienwelt-Geschäftsführerin Ursula Artner-Rauch verlängert wurde.

Viele Besucher aus dem Inland

Auch Artner-Rauch zieht für 2020 eine nüchterne Bilanz: „Nur Juli und August waren wirklich gut.“ Die Totalausfälle bei Gruppenreisen wurden durch viele Familien aus Niederösterreich, Wien und sogar aus dem Burgenland wettgemacht. Auch im Shop wurde mehr Geld als sonst ausgegeben. Im Herbst aber kamen die Besucher nur so lange, wie das Wetter mitspielte. „Der Oktober war ein Trauerspiel“, so Artner-Rauch, denn wegen der immer strengeren Corona-Regeln sind auch Pensionisten als Besucher ausgeblieben. Selbst Schulklassen machten einen großen Bogen um die Fossilienwelt.

Zusätzlich gab es auch Änderungen in einzelnen Bereichen. Der Aussichtsturm musste gänzlich gesperrt werden. Windsor-Seifert begründet die Maßnahme: „Die Treppe ist so eng, es ist unmöglich, die Abstandsregeln einzuhalten.“ Selbst mit zusätzlichem Personal, das die Besucher zählt, hätte man nicht für ausreichend Sicherheit sorgen können.

Eine Veränderung hat es laut Artner-Rauch auch im Shop gegeben: „Das war ein Schmuckgroßhandel mit angeschlossener Ausstellung.“ Nun sei der Shop kleiner, das Angebot aber der Fossilienwelt entsprechend ausgerichtet.

Welche Angebote es im kommenden Jahr geben kann, wird voraussichtlich noch heuer beschlossen werden. Die Wiedereröffnung ist jedenfalls fix.