Ringen um die Nahversorgung. Nur kurz gab es Backwaren in Stetten. Die Gemeinde sucht weiter nach neuen Lösungen.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 17. Januar 2021 (04:30)
Symbolbild
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Mit dem Aus des Bäckereicontainers nach nur rund eineinhalb Monaten ist SPÖ-Bürgermeister Thomas Windsor-Seifert alles andere als glücklich. In diesen Tagen will er noch einmal mit Vertretern der Firma Felber als Betreiber reden. „Wir wollen einen Nahversorger im Ort, das ist auch mein Auftrag von den Bürgern“, so Windsor-Seifert.

Den Platz am Anger, auf dem der Container aufgestellt wurde, hatte die Gemeinde adaptiert und für Strom- und Wasseranschlüsse gesorgt. Grundsätzlich könne daher jede Art von Verkaufscontainer für Lebensmittel betrieben werden, erklärt der Ortschef. Allerdings war ein entsprechendes System zur Selbstbedienung, wie es etwa in Harmannsdorf und jüngst auch in Tresdorf zu finden ist, noch vor einigen Jahren im Gemeinderat klar abgelehnt worden. „Vermutlich war damals die Zeit noch nicht reif dafür“, so der Bürgermeister.

Wer auch immer künftig Lebensmittel in Stetten anbieten will, ist aber auch auf ausreichend Kunden angewiesen. „Wir Konsumenten müssen uns natürlich auch an der eigenen Nase nehmen“, erinnert Windsor-Seifert. Denn nur von dem Teil der Einwohner, die kein Auto haben, könne kein Nahversorger existieren. Dann bleibt laut dem Bürgermeister aber noch immer ein grundsätzliches Problem: „Als kleine Gemeinde in der Nähe einer großen Stadt und mit vielen Auspendlern ist es sehr schwer, einen Nahversorger zu bekommen.“