Fachmarktzentrum sorgt für Diskussionen auf Facebook. Das neue Fachmarktzentrum im Norden der Stadt sorgt für Diskussionen. Die Stadtleitung sieht das anders: Sie freut sich über eine Belebung der ehemaligen Lagerräume.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 09. Januar 2020 (04:12)
Das Areal neben dem OBI wird in ein Fachmarktzentrum umgebaut – einegute Sache, ist ÖVP-Stadtchefin Andrea Völkl überzeugt.
Sturm

Kaum wurde bekannt, dass im Norden der Stadt ein neues Fachmarktzentrum entsteht, entbrannte eine Diskussion auf der Facebook-Seite „Was ist los bei uns in Stockerau?“: Einige User fürchteten, dass KiK und TEDi von der Marktgasse an den Rand der Stadt abwandern und somit das Zentrum ausgedünnt wird. Außerdem wurde der Ruf nach einem Elektrohändler wie Media Markt oder Saturn laut.

„Ich freue mich, dass das Areal des ehemaligen Getränkelagers wieder belebt wird“, sieht ÖVP-Stadtchefin Andrea Völkl das Projekt positiv. Das neue Fachmarktzentrum passe gut in das Areal, „es wird eine Bereicherung für die Stadt“, ist sie sicher. Die Angst, dass KiK und TEDi ihre Filialen in der Innenstadt auflassen könnten, sei unbegründet. „Beide haben im Stadtzen trum einen guten Zulauf und bleiben in der Marktgasse“, weiß Völkl. Und sie setzt nach: „Jeder kann dazu beitragen, dass die Geschäfte im Zentrum bleiben, indem man in Stockerau einkaufen geht.“

Der Wunsch nach einem Elektrohändler ist der Bürgermeisterin nicht neu: „Die Stadt kann kein Unternehmen verpflichten“, macht sie bewusst. Sie selbst würde sich über ein Spielwarengeschäft in der Stadt freuen: „Als Oma von drei Enkerln wäre ein Geschäft, das darauf spezialisiert ist, natürlich toll. Aber wir haben hier dank Müller, der sehr wertvoll für die Stadt ist, eine große Auswahl.“

Für Völkl ist klar: Es ist ein großer Schritt, sein eigenes Unternehmen zu gründen, Geschäftsansiedlungen sind daher nicht selbstverständlich. „Man darf nicht vergessen: Die Lagerhaltung, die Miete, das Personal – all das ist teuer“, ist ihr klar.