Festspiele: Ein Nestroy ganz nah am Original. Erste Vorbereitungen und Proben für „Einen Jux will er sich machen“ haben begonnen.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:37)
Peter Reichert
Intendant Christian Spatzek im Kreise seiner Darsteller. Der neue Intendant beginnt seine Werbetour in Wien.

Die Vorbereitungen für die diesjährigen Stockerauer Festspiele laufen auf Hochtouren, die Schauspieler haben bereits mit den Leseproben für Nestroys „Einen Jux will er sich machen“ begonnen. Der neue Intendant Christian Spatzek ist mit dem Fortschritt der Vorbereitungen sehr zufrieden.

Renommierter Bühnenbildner für die Kulisse

Besonders stolz ist Spatzek auf die Kulisse: „Es ist mir gelungen, mit Manfred Waba einen sehr renommierten Bühnenbildner zu engagieren“, sagt er. Waba ist auf Open Air spezialisiert und bekannt für seine Arbeit im Steinbruch von St. Margareten und sein Bühnenbild mit der riesigen Geige beim Operettenfestival in Mörbisch.

Auch eine Pferdekutsche wird eine Rolle spielen, verrät er: „Die Kulisse bei den Festspielen ist etwas Besonderes, weil die Kirche mit dem Vorplatz und die Stiege ja immer Teile davon sind. Und da habe ich mir gewünscht, dass auf dem Kirchenvorplatz einmal eine Pferdekutsche vorbei fährt und dafür haben wir schon eine Lösung gefunden.“

Das Z2000 steht weiter als Ausweichquartier bei Schlechtwetter zur Verfügung. „Das ist ja ein echter Mehrwert in Stockerau“, betont Spatzek, „beim Bühnenbild arbeiten wir mit Vorhängen und Projektionen.“

„Nestroy muss man vom Blatt spielen“

Großen Wert legt Spatzek auf eine wirksame Werbung in Wien, denn auf dieses Publikum sind die Festspiele seit eh und je angewiesen. Diesen Mittwoch gibt es ein großes Presse-Event in der Bundeshauptstadt, bei dem die Darsteller Barbara Kaudelka, Gerhard Ernst, Franz Suhrada und Erika Deutinger sowie Bühnenbildner Manfred Waba anwesend sein werden.

Beim Stück selbst setzt Spatzek auf Werktreue: „Ich bin Purist und der Meinung, dass man Nestroy quasi vom Blatt spielen muss, denn seine Stücke haben von selbst immer Aktualitätsbezug. Nur bei den Couplets werden wir etwas nachlegen. Und um ein Quodlibet werden wir die Aufführung auch anreichern.“