Stockerau

Erstellt am 08. November 2017, 05:01

von Michaela Höberth

Freizeitpark im Senninger Lager: Viele Fragen offen. Im Senninger Lager soll ein Freizeitareal entstehen. Grüne und FPÖ fehlt es jedoch an einem konkreten Konzept.

shutterstock.com/Giacomo Pratellesi

Das Senninger Lager als Freizeitpark? Geht es nach Grundbesitzer Ernst Schneps und der Leader-Region Weinviertel-Donauraum, ist das alles andere als unwahrscheinlich. „Man ist auf mich zugekommen“, so Schneps.

„Jeder Bub und jedes Mädchen sucht das Abenteuer, Kinder sollten nicht nur vor dem Computer hocken“

Das Gebiet, auf dem im Krieg Baracken errichtet wurden, ist nicht öffentlich zugänglich, Schneps würde sich aber eine Nutzung wünschen: „Jeder Bub und jedes Mädchen sucht das Abenteuer, Kinder sollten nicht nur vor dem Computer hocken“, so seine Vision. Details kann er jedoch nicht anbieten: „Der Ball liegt jetzt bei Sachverständigen, die die Nutzungsmöglichkeiten prüfen“, so Schneps.

Kritik von Grünen und FPÖ

Dass es ein Nutzungskonzept geben soll, hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung beschlossen – allerdings ohne den Stimmen der Grünen und der FPÖ, denen das Vorhaben dubios erscheint.

In der Kritik ist man sich einig: Trotz einer Präsentation im Juli kann man sich keine Vorstellung von dem Projekt machen. Nur grobe Eckpfeiler wurden fixiert: Der Freizeitpark soll keine Konkurrenz zum Wiener Prater oder dem Family-Park in St. Margarethen sein. Naturnahe Erholung sei das Ziel. Den Schwerpunkt will man dabei auf Mobilität und Bewegung legen.

Sonja Eder von der projektleitenden Leader-Region: „Zuerst muss klar sein, ob man das Gebiet überhaupt als Freizeitanlage nutzen kann. Viel weiter braucht man daher noch nicht denken“, will sie auf das Urteil der Sachverständigen warten.

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