Grünfläche am Körnerplatz: Das Warten soll Ende haben. 2020 soll es endlich so weit sein: Der Spielplatz soll gestaltet werden.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 24. Januar 2020 (06:14)
60.000 Euro hat die Stadt für den neuen Spielplatz am Körnerplatz und den Austausch von Spielgeräten vorgesehen. Konkretisiert werden die Pläne erst nach einer Besichtigung vor Ort.
Höberth

Es ist nicht lange her, da war der Ernst-Körnerplatz eine große, grüne Wiese mitten in der Stadt. Mittlerweile wurde ein Teil des Platzes verbaut, mehrere Einfamilienhäuser sind entstanden. Umso wichtiger ist es der Bürgerinitiative BiST, die sich lange gegen die Bebauung gewehrt hat, die verbleibende Grünfläche gut zu nutzen und zu gestalten.

Im Herbst 2017 lud die Stadt – damals noch unter der Leitung der SPÖ – zu einem Workshop ein. Ideen sollten gesammelt werden, um die Grünfläche neben den neuen Häusern zu
einem Spielplatz zu gestalten.

Die Planung wurde an einen Landschaftsarchitekten übergeben, 40.000 Euro wollte die Stadt für die Gestaltung in die Hand nehmen. Danach wurde es ruhig um den angekündigten Spielplatz; Anfragen der BiST liefen in Leere, konkrete Angaben waren von der SPÖ nicht zu erfahren.

„Mir ist es wichtig, dass der Platz naturnah gestaltet wird; der Spielplatz soll sich gut einfügen, es soll ein Miteinander sein.“Andrea Völkl, ÖVP-Stadtchefin

Umso erstaunter war die Bürgerinitiative nun, dass in der aktuellen Stadtzeitung 60.000 Euro für den Körnerplatz und den Austausch von Spielgeräten veranschlagt wurden. „Wir glauben nicht, dass die 60.000 Euro nur für uns gedacht sind“, zweifelt Claudia Zeinlinger von der BiST.

Eine Vermutung, mit der sie richtig liegt: „Insgesamt haben wir 60.000 Euro für die Spielplätze der Stadt veranschlagt. 40.000 bis 50.000 Euro sind für den Körnerplatz vorgesehen, 10.000 bis 20.000 Euro für die anderen Spielflächen“, erklärt ÖVP-Finanzstadtrat Gerhard Dummer.

Für die Gestaltung des Körnerplatzes liegen Entwürfe vor, ÖVP-Stadtchefin Andrea Völkl will sich vor einer Umsetzung aber noch ein Bild vor Ort machen. „Das wird im Frühjahr passieren. Mir ist es wichtig, dass der Körnerplatz naturnah gestaltet wird; der Spielplatz soll sich gut einfügen, es soll ein Miteinander sein.“ Völkl denkt dabei zum Beispiel an Hecken oder Bäume, die die Gärten der neuen Häuser von der Spielfläche abgrenzen sollen.

Auch für die BiST gilt: Weniger ist bei der Neugestaltung mehr. Die Initiative wünscht sich, dass nicht die gesamte Fläche in einen Spielplatz verwandelt wird, sondern nur rund ein Drittel. Ein weiterer Teil sollte als großzügige Spielwiese erhalten werden, um allen Altersklassen einen Platz zum Verweilen und für Aktivitäten zu bieten.

Mit einem Ballfangnetz wäre für ein sicheres Spielvergnügen gesorgt, eine Gestaltung mit Sträuchern und Hecken würde das Auge erfreuen. Und auch der Spielplatz selbst ließe sich mit wenig Geld aufwerten: Eine neue Sandkiste, ein Baumstamm zum Balancieren, eine Nestschaukel und der bestehende Kletterturm würden die kleinen Besucher erfreuen.