Impfrekord in Pop-up-Impfstraße

1.250 Impfungen wurden in fünf Stunden in Stockerau verabreicht. Durch perfekte Teamarbeit konnten lange Wartezeiten vermieden werden.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:55
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Bei der Pop-up-Impfstraße in Stockerau: Stadtarzt Amir Baradar, der zehnjährige Nico Pfeiffer bei seiner Erstimpfung mit Mutter Julia Pfeiffermann, die Diplomkrankenpflegerinnen Jennifer Scherabon und Martina Schindler, Administrator Daniel Pollak und Philipp Reisch von der Einsatzleitung (v.l.).
Foto: Mikysek

Der letzte Sonntag vor dem vierten Lockdown war für viele Menschen in Stockerau und Umgebung Anreiz, um sich impfen zu lassen. Am strahlend schönen Herbstsonntag pilgerten Impfwillige ins Franz-Blabolil-Klubheim bei der Au. Das 40-köpfige Team rund um Stadtarzt Amir Baradar war auf den Andrang besten vorbereitet. Die freiwilligen Helfer kamen u.a. von der Freiwilligen Feuerwehr Stockerau und von der Stadtgemeinde.

In bis zu zehn Impfstraßen gleichzeitig konnten rund 1.250 Impfungen in nur fünf Stunden verabreicht werden. In der ersten Stunde wurden bereits 400 Stiche durchgeführt. Selbst beim ersten Ansturm kam es zu maximal 20 Minuten Wartezeit. „Circa zehn Prozent davon waren Erstimpfungen, die hauptsächlich Kinder und Jugendliche erhalten haben“, berichtete Baradar. Unter ihnen war auch der zehnjährige Nico Pfeiffermann.

Circa zehn Prozent waren Erstimpfungen, die hauptsächlich Kinder und Jugendliche erhalten haben.“
Amir Baradar Stadtarzt

Bereits den dritten Stich holte sich Susanne Müllner. „Ich hab mich ursprünglich aus Vorsichtsmaßnahme impfen lassen und damit ich in die Gitti City zum Training gehen kann“, verriet die Buchhalterin eines Arznei- und Kosmetikbetriebs. Aufgrund des Lockdowns muss sie vorerst drei Wochen Geduld haben. Geimpft wurden wahlweise Moderna und Biontech Pfizer. Die NÖN fragte beim Stadtarzt nach, was er von der angekündigten Impfpflicht hält: „Ich bin von der Notwendigkeit der Impfung überzeugt, aber die Impfpflicht ist ein heikles Thema. Im Gesundheitsbereich, für Pädagogen, Polizisten und die Justiz sag ich ja, eine generelle Impfpflicht müsste aber verfassungsrechtlich abgesichert sein.“

Wie die Stadtgemeinde mitteilt, gibt es künftig auch eine Antigen-Teststraße im Foyer des Sportzentrums Alte Au. Damit will man für jene Arbeitnehmer ein Angebot schaffen, die für das Betreten ihres Arbeitsplatzes einen Test benötigen. Vor allem geht es um den Montag, da am Wochenende naturgemäß weniger Testangebot besteht. Daher sind die Termine jeweils an einem Sonntagabend zu machen, damit der Test für den Arbeitsbeginn am Montag gültig ist. Organisiert werden die Teststraßen wieder von Stadtarzt Baradar und seinem Team. Nächste Termine: 28. November und 5. Dezember, von 18 bis 20 Uhr.