Keine Freude mit neuem Kreisverkehr. Für Andreas Straka (Grüne) lässt die Ausgestaltung beim neuen Kreisverkehr zu wünschen übrig.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 13. September 2017 (05:11)
Die Radfahrer-Überfahrten sind Grünen-Gemeinderat Andreas Straka einDorn im Auge.
NOEN, Höberth

„Ich bin ja schon froh, dass es überhaupt Radfahrer-Überfahrten gibt“, lacht Grünen-Gemeinderat Andreas Straka, der sich lange für eine solche Lösung einsetzte. Die Ausführung beim neuen Kreisverkehr an der Wiesener Straße lässt für ihn jedoch zu wünschen übrig: Die Überfahrten sind mit durchgehenden roten Streifen und weißen Blöcken markiert. „Die Fußgänger und Radfahrer wissen nicht, ob sie gehen dürfen und die Autofahrer wissen nicht, ob sie fahren dürfen“, ist die Lösung für Straka weder Fisch noch Fleisch.

Zudem markieren Kanten die Übergänge, um auch Blinden und Sehbehinderten Orientierung zu verschaffen. „Dennoch müssen diese Kanten abgeschliffen werden. Sie sind viel zu hoch für Radfahrer“, so Straka. Dass Kleinsteinpflaster für den Bau verwendet wurden, kann er nicht verstehen. „Durch die Fugen kann Unkraut wachsen. Das bringt nur Arbeit für die Stadt.“

Der Leiter der Straßenmeisterei Sierndorf, Ulrich Rinner, erklärt die Entscheidungen: „Bis jetzt sind die Übergänge nur auf Radfahrer ausgerichtet. Erst eine Verkehrszählung wird entscheiden, ob es einen Fußgängerübergang geben wird.“ Die Kanten der Ecksteine werden noch abgeflacht, nachdem die neuen Verkehrszeichen montiert wurden. Kleine Pflastersteine seien für die Gestaltung der Schrägborde die beste Lösung gewesen: „Sie schließen flächenbündig ab und lassen beim Verlegen andere Radien zu. Aber natürlich hat jede Variante ihre Vor- und Nachteile.“