Körnerplatz: „Als Spielwiese völlig unbrauchbar“. Nach Erdarbeiten im Vorjahr hat sich nun ein Becken gebildet, das Wasser fließt nicht ab.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 30. Juli 2020 (05:05)
So sieht der Teil des Körnerplatzes, der eigentlich zur Erholung und als Spielplatz dienen sollte, nach Regenfällen aus: Der Boden hat sich durch Erdarbeiten verdichtet und abgesenkt. Die Stadt ist in Gesprächen mit der EVN, um das Problem zu beheben.
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Zuerst meterhohe Erdhügel, jetzt eine „Sumpflandschaft“: Die Bürgerinitiative am Körnerplatz, kurz BiST, schüttelt über den Zustand des Platzes nur noch den Kopf. 2019 wurde in dem Gebiet eifrig gegraben, Strom- und Erdgas-Neuverlegungen standen an. Der Aushub wurde im östlichen Teil der Wiese abgelagert.

„Die Erde muss extrem verdichtet sein“, ist man bei der BiST nach den vielen Erdverschiebungen überzeugt. Als im vergangenen April die Erdhügel geglättet und neuer Rasen ausgesät wurden, senkte sich das Erdreich ab.

Nun steht regelmäßig Wasser in dem entstandenen Becken, „eine ideale Brutstätte für Gelsen. Zur weiteren Benutzung als Naherholungsgebiet bzw. Spielwiese ist es völlig unbrauchbar“, so die Kritik der BiST.

ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl versichert auf NÖN-Anfrage: „Das bleibt nicht so. Wir sind im Gespräch mit der zuständigen EVN.“ Auch für sie ist klar: Der Boden hat sich durch die Arbeiten verdichtet, das Wasser kann daher nicht mehr abfließen.