Maßnahmen greifen: Virus wurde ausgebremst. Stockerau: Prävention und rasches Handeln verhinderten Ausbreitung von Covid.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 15. September 2020 (13:23)
Sowohl im Kloster-Kindergarten als auch in der Fachschule für Sozialberufe gab es positive Covid-19-Fälle. Dank Vorbereitung ist die Situation aber unterKontrolle.
Sturm

Seit Samstag ist es Gewissheit: Eine Betreuerin des Kloster-Kindergartens wurde positiv auf Covid-19 gestestet. Die Bezirkshauptmannschaft übernahm das Contact Tracing und führte die Testungen durch. Am Montagabend dann die große Erleichterung: Es gibt in dem Kindergarten keine weiteren Covid-19-Fälle.

Der Kindergarten ist aber trotz des positiven Falls in Betrieb; auch am Montag, bevor die weiteren Testergebnisse bekannt wurden, wurden dort Kinder betreut. „Die Betreuung ist gesichert“, so ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl. Möglich machen das umfassende präventive Maßnahmen, die im Vorfeld erarbeitet wurden. „Die Präven tion hat gut gegriffen. Eine Durchmischung ist nicht gegeben, und es sind genügend Betreuer einsatzbereit“, weiß Stadtarzt Amir Baradar. Die Eltern hatten daher die Möglichkeit, ihr Kind weiterhin betreuen zu lassen, was einige wenige in Anspruch nahmen.

„Dass Fälle auftreten, kann man nicht verhindern. Aber man kann bei einem positiven Fall schnell handeln und die Ausbreitung unterbinden“Stadtarzt Amir Baradar

„Dass Fälle auftreten, kann man nicht verhindern. Aber man kann bei einem positiven Fall schnell handeln und die Ausbreitung unterbinden“, so Baradar. Genau nach diesem Prinzip gingen auch die Verantwortlichen der Fachschule für Sozialberufe vor: Am 7. September wurde dort ein Verdachtsfall unter den Schülern bekannt, die Klasse und die zuständigen Lehrer wurden sofort isoliert. Ein weiser Schritt, denn erst am Freitag lag das positive Testergebnis der Schülerin, die nicht aus Stockerau stammt, vor. Nun läuft das Contact Tracing; zwei weitere Schülerinnen (ebenfalls nicht aus Stockerau) wurden bereits positiv getestet, ein Zusammenhang zwischen den Fällen ist erkennbar. „Die Zusammenarbeit mit den Behörden verlief wirklich gut. Die Schüler werden nun online unterrichtet, aber auch eine Betreuung vor Ort ist möglich“, so Schulleiterin Andrea Pichler, die auch stolz darauf ist, wie ihre Schüler die Situation meistern.

Die Gesamtzahl der Infizierten hält sich in Grenzen: Am Montagabend gab es fünf Erkrankte in Stockerau.