Nach Aufregung um Ampel: Neue Einstellung hilft. Nach wie vor sorgt die neue Ampel bei Stockerau Mitte für Ärger bei den Pendlern. NÖN-Mitarbeiter machten den Selbsttest.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 21. Februar 2018 (04:00)
Lindner
Am längsten dauerte die Fahrt für Verena Lindner am vorletzten Montagabend: „Da war der Verkehr in beiden Richtungen am stärksten.“ Wartedauer: vier Minuten.

Sie pendelt jeden Tag zur Arbeit, er eilt von Termin zu Termin – die NÖN-Mitarbeiter Verena Lindner und Christian Sturm sind ständig auf Achse und kennen die Autobahnauffahrt Stockerau Mitte wie ihre Westentasche.

Nachdem die Aufregung um die neue Ampel bei der Auffahrt (die NÖN berichtete) nach wie vor nicht abreißt, machte die NÖN den Selbsttest: Eine Woche lang beobachteten die beiden Mitarbeiter den Verkehr in den Morgen- und Abendstunden.

Christian Sturm war von vorletzten Montag bis Freitag in den Abendstunden unterwegs. Am längsten dauerte die Fahrt für ihn am Mittwochabend: „Ich bin um 17.30 Uhr von der Autobahn abgefahren, der Stau zog sich bis zur Autobahnauffahrt Richtung St. Pölten. Es dauerte 2,44 Minuten, bis ich die Ampel passieren konnte“, schildert er seine Erfahrungen.

„Mit der neuen Einstellung ist es möglich, dass zu starken Zeiten bis zu 22 Autos über die Ampel kommen. Das ist eine schöne Menge.“Helmut Laab, SP-Stadtchef

Lange Staus bis zum Parkhaus, wie sie Pendler auf Facebook beschreiben, sind ihm dabei keine aufgefallen. Verena Lindner hingegen machte andere Erfahrungen: Sie passierte die Stelle um 7.15 und gegen 16.30 Uhr.

„Am Montag war der Verkehr in beiden Richtungen am stärksten. Ein Problem ist auch der Rückstau in der Wolfik-Straße bis hinter den Kreisverkehr. Es muss jedoch eine Umstellung bei der Ampel gegeben haben – seit vorletzten Dienstag ist der Stau nicht mehr so schlimm“, fällt ihr auf. Ihre längste Wartedauer lag am Montagabend bei vier Minuten.

Rückstau soll entschärft werden

SP-Stadtchef Helmut Laab bestätigt Lindners Verdacht: Am vorletzten Montagnachmittag wurde die Situation vor der Ampel gemeinsam mit den Profis der Straßenmeisterei mehrere Stunden beobachtet und Veränderungen an den Einstellungen vorgenommen. Auch in den Morgenstunden beobachtete man den Verkehr genau. „Mit der neuen Einstellung ist es möglich, dass zu starken Zeiten bis zu 22 Autos – je nach der Menge der Rechtsabbieger – über die Ampel kommen. Das ist eine schöne Menge“, findet Laab.

Bald soll auch der Rückstau in der Wolfik-Straße entschärft werden. Trotz aller Kritik ist Laab von der Ampel überzeugt: „Die Kreuzung ist weitaus sicherer als vorher“, macht er klar.