Nach Stadtfest-Absage: Kritik an Förderung für WISTO

Erstellt am 12. August 2022 | 04:45
Lesezeit: 2 Min
Matthias Kubet & Andrea Völkl Korneuburg
Grüne-Gemeinderat Matthias Kubat und Bürgermeisterin Andrea Völkl.
Foto: Höberth/ÖVP
Grüne-Gemeinderat Kubat hinterfragt nach Stadtfest-Absage 60.000 Euro für WISTO.
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Grüne-Gemeinderat Matthias Kubat übt nach der Absage des Stadtfests scharfe Kritik: „Die WISTO erhält von der Stadtgemeinde 60.000 Euro Förderung. Wenn sie kein Stadtfest machen, frage ich mich, was mit dem Geld passiert.“ Der Verein gebe dem Gemeinderat keinen Rechenschaftsbericht ab. Und: „Ich vermisse das Leerflächenmanagement.“ WISTO-Obmann Herbert Knoth erklärt: „2022 haben wir 480.000 Euro an WISTO-Gutscheinen rausgegeben.“ Das komme der Stockerauer Wirtschaft zugute. „Alleine dafür haben wir Druckkosten von 32.800 Euro.“

Das Büro müsse erhalten und dessen Miete bezahlt werden, zwei Halbtagskräfte werden beschäftigt. Die WISTO berichtet außerdem regelmäßig dem Wirtschaftsausschuss. Knoth ergänzt: „Das Leerflächenmanagement haben wir der Stadtgemeinde zurückgegeben, weil wir wegen Datenschutzbestimmungen keine Informationen und keine Zugangsdaten der Leerflächen bekommen.“

Bürgermeisterin Andrea Völkl will, dass diese Themen in allen Details im Ausschuss besprochen werden. Die Förderung werde für Büro, Personal und die Gutscheine verwendet. „WISTO hat auch während der Corona-Zeit versucht, die Betriebe zu unterstützen.“ Das Leerflächenmanagement gehöre nicht zur WISTO-Aufgabe und sei ein „schwieriges Thema“: „Es steht das leer, wo Besitzer nicht vermieten wollen. Das ist eine Handvoll“, erklärt Völkl. Sie lobt die Zusammenarbeit, der Informationsfluss stimme.

Dass Kubat die „Cities App“ als „Kaufhaus Österreich“ bezeichnet, ärgert Knoth. „Das ist eine Frechheit.“ Die App sei als kostengünstige Werbeplattform für kleine Betriebe und Kernstadtunternehmen gedacht. „Es wird super angenommen, wir haben über 150.000 Zugriffe, 2.000 Follower und über 100 Betriebe, die mitmachen. Das ist nicht nichts.“

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