Stockerau

Erstellt am 11. Januar 2017, 05:00

von Michaela Höberth

Neue Ideen für das Freibad. Dietmar Pfeiler (Grüne) hat sich für das Freibad vieles überlegt. Für Leiter Günter Lehner scheitert es jedoch am Geld.

 |  Shutterstock/Pavel L Photo and Video (Symbol)

Einen Sommer wie damals – das wünscht sich Grünen-Gemeinderat Dietmar Pfeiler. „Ich besuche das Freibad seit vielen Jahren. Als wir Kinder waren und das Bad den ersten Tag der Saison geöffnet hatte, ging es vor allem darum: Was wurde heuer neu gemacht?“, erinnert er sich.

"Gelände zeitgemäß gestalten"

Eine Begeisterung, die er sich für das Bad zurückwünscht. Daher hat er ein Konzept erarbeitet, mit dem sich die Einrichtung attraktivieren ließe. „Es geht darum, das Gelände zeitgemäß zu gestalten“, so Pfeiler, der sich viele Ideen von anderen Badeanstalten geholt hat.

So ließe sich mit Sitz- und Liegegelegenheiten sowie Kabinen aus Holz optisch viel herausholen. „Man könnte die Ausstattung Stück für Stück ersetzen. Der Bauhof hat eine eigene Tischlerei“, denkt er an die Kosten.

„Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um investieren zu können. Wir brauchen alle Gelder für die Erhaltung.“

Günter Lehner, Leiter des Erholungszentrums

Pfeiler ist sicher: Auch ein Kinderspielplatz und ein Buffet würden gut bei den Gästen ankommen. Viele kleinere Investitionen – z.B. ein Sonnensegel beim Babybecken oder neue Fußballtore – würden eine Aufwertung bedeuten.

Jugendliche und Erwachsene könnte man mit einem „Club-Feeling“ beim Sportbecken begeistern. „Die Maßnahmen könnten mit 2017 schrittweise umgesetzt werden. 15.000 bis 20.000 Euro müssten dafür pro Jahr bereitgestellt werden“, rechnet Pfeiler vor.

"Schön, dass jemand nicht nur kritisiert"

„Es ist schön, dass einmal jemand nicht nur kritisiert, sondern auch konkrete Vorschläge liefert“, kann Erholungszentrum-Leiter Günter Lehner dem Konzept viel abgewinnen. Trotzdem: Eine Chance auf Umsetzung sieht er vorerst nicht.

„Wir haben nicht die nötigen finanziellen Mittel, um investieren zu können. Wir brauchen derzeit alle Gelder für die Erhaltung.“

Einige Vorschläge seien darüber hinaus nur schwer umzusetzen; so beispielsweise ein „Club-Feeling“ aus organisatorischen, Holzpritschen aus praktischen Gründen. Dennoch will Lehner mit Pfeiler im Gespräch bleiben: „Ich verschließe mich nicht vor den Ideen“, will er einen gemeinsamen Weg finden.

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