Neue Ideen für Markt gesucht. Noch bis Mitte Februar können die Bürger ihre Wünsche äußern.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 09. Januar 2020 (04:54)
Der Wochenmarkt am Rathausplatz soll bald noch mehr zu bieten haben. Die Bürger und die Standler dürfen mitreden.
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Zweimal die Woche, nämlich jeden Mittwoch und Samstag, verwandelt sich der Rathausplatz in einen Marktplatz. „Der Markt hat jahrhundertelange Tradition“, weiß VP-Stadtchefin Andrea Völkl.

Nun will die Stadt frischen Wind in die Sache bringen: Eine eigene Arbeitsgruppe hat sich gegründet, die neue Ideen sammeln und ein Gesamtkonzept erstellen will. Außerdem wurde über die Stadtzeitung ein Fragebogen in Umlauf gebracht, mit dem die Bewohner Feedback geben können.

„Der Markt ist mir ein persönliches Anliegen“, so Walter Klinger, Grünen-Mandatar und Leiter der Arbeitsgruppe. Er weiß aus Gesprächen: Viele Stockerauer, vor allem in den neuen Siedlungen, wissen gar nicht um das Angebot am Rathausplatz. „Unser Ziel ist daher auch Marketing“, erklärt Klinger, der auch das Gespräch mit den Standlern suchen möchte. Und mehr noch: Der Markt soll zu einem Treffpunkt für die Stockerauer werden, mit Sitzgelegenheiten und einem Angebot für Kinder.

„Viele Stockerauer wissen gar nicht, dass es den Wochenmarkt bei uns gibt. Unser Ziel ist daher auch Marketing.“Walter Klinger, Leiter der Arbeitsgruppe

Der Fragebogen erhebt die Wünsche der Bewohner. Dazu zählt auch, welche Produkte sie am Markt vorfinden möchten. „Wir haben viele saisonale Produkte, ein Schwerpunkt soll auf ein biologisches und regionales Angebot gelegt werden“, so Klingers Ziel.

Bis 14. Februar kann man die Fragebögen noch beim Bürgerservice abgeben oder in den Gemeindepostkasten rechts neben dem Eingang an der Josef-Wolfik-Straße einwerfen. „Der Rücklauf ist sehr gut. Außerdem bekommen wir viele Anregungen“, freut sich Klinger. Im März will die Arbeitsgruppe erste Ansätze vorweisen können.

Missionieren möchte er mit seinem Engagement aber niemanden: „Die Menschen sollen selbst entscheiden können, wo sie einkaufen und wo nicht. Es geht nicht darum, die Großhändler aus der Stadt zu entfernen“, betont Klinger. Und er wolle den Wochenmarkt auch in keinen „Designermarkt“ verwandeln, macht er klar.

Für Klinger ist die Aufwertung des Marktes ein erster Schritt zur Attraktivierung des Rathausplatzes. Bürgermeisterin Völkl verweist hingegen auf ein bestehendes Konzept, das den Platz als Begegnungszone vorsieht.

„Für mich ist das ein anderes Thema, das mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden ist. Eins nach dem anderen.“ Von den Ideen für den Markt und der neuen Arbeitsgruppe ist Völkl jedoch begeistert: „Das ist eine tolle, parteiübergreifende Sache. Es geht darum, die große Auswahl am Markt noch zu ergänzen, und die Idee eines neuen Treffpunkts gefällt mir sehr.“

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