Pannenhilfe: Hochbetrieb bei ARBÖ. Starthilfe, Reifenschäden, vereiste Türdichtungen – je tiefer die Temperaturen, umso mehr gibt es für die Mitarbeiter zu tun.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 25. Januar 2017 (04:14)
NOEN, Löwenstein
ARBÖ-Standortleiter Erich Koch posierte letzten Freitag nur kurz mit dem Pannenfahrzeug, ehe dieses zum nächsten Einsatz musste.

Wenn die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich sinken, dann gibt es für Erich Koch und sein Team viel Arbeit. Sechs Techniker tun am ARBÖ-Standort Stockerau ihren Dienst. Da kann es schon auf 20 Einsätze an einem Tag kommen. Das Einsatzgebiet reicht von Bisamberg bis nach Ernstbrunn, Kleinhausdorf und kurz vor Tulln.

An erster Stelle der Hilfeleistung steht die Starthilfe, aber auch Reifenschäden gehören bei kaltem Wetter zur Routine. „Bei Glatteis touchieren mehr Lenker den Randstein“, erklärt Koch. Angeklebte Scheibenwischerblätter oder vereiste Türdichtungen gehören ebenfalls zu den Winter-Klassikern. Dabei räumt Koch mit einem weitverbreiteten Missverständnis aus: „Viele glauben, dass sie ihrem Auto etwas Gutes tun, wenn sie es mit Wasser vom Salz befreien. Das ist aber nur sinnvoll, wenn man eine Garage hat oder es Plusgrade hat“, mahnt er.

Jedes Jahr wundert er sich aus Neue, dass die Autofahrer vom Winter überrascht werden. „Man kann vorbeugen. Und wenn man gut vorbeugt, sollte nichts passieren“, rät der Experte zum jährlichen Wintercheck. Er mahnt aber auch die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer ein. Dieselfilter gehören regelmäßig gewechselt und die Lampen an den Fahrzeugen kontrolliert. „Die Leute achten leider viel zu wenig auf defekte Lampen“, bedauert er, wobei er eingesteht, dass es bei modernen Fahrzeugen immer schwieriger wird, ohne technisches Wissen die Scheinwerferlampen zu tauschen.

„Grundsätzlich sind ältere Fahrzeuge, also solche mit einem Alter von mindestens zehn Jahren, nicht so kälteempfindlich wie neue“, weiß er aus Erfahrung. Anfälliger für die Winterpannen seien eher die Gelegenheitsfahrer. „Jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind, schauen auch mehr auf ihr Fahrzeug.“