Spielgelände wird zum Zankapfel. "Warum sollen nicht beide Horte den Spielplatz nutzen?", fragt sich Karl Kronberger.

Erstellt am 22. Oktober 2014 (08:01)
Wolfgang Schöller und Karl Steiner bauten seitens der Gemeinde die Spielgeräte auf. Dass das Spielgelände nicht von beiden Horten genutzt werden kann, will der zuständige Stadtrat Karl Kronberger nicht einsehen.
NOEN, privat

Lange Jahre hatten die Hortkinder des Hilfswerks Stockerau keinen eigenen Spielplatz. Nach intensiven Gesprächen wurde ein Areal im Schulweg vom Grundstück, das die Kindergruppe Kunterbunt bis dahin alleine nutzte, abgetrennt. Durch die Gemeindearbeiter wurde ein ansehnlicher Spielplatz gestaltet, die Geräte finanzierten die SPÖ-Frauen.

Der neu gestaltete Spielplatz wurde, da nur Schulkinder den Hort des Hilfswerks besuchen, nur am Nachmittag genutzt. Am Vormittag stand er jedoch leer. Ein Zustand, der von vielen kritisiert wurde. Nach einem Gespräch einigten sich die beiden Hortleitungen darauf, dass der dem Hilfswerk zustehende Spielplatz am Vormittag von der Kindergruppe Kunterbunt genutzt werden durfte. Am Nachmittag sollte er ausnahmslos den Hortkindern des Hilfswerks zur Verfügung stehen. Eine Regelung, die gut funktionierte.

"Besitzansprüche dürfen nicht über Vernunft gestellt werden"

In letzter Zeit kam jedoch Sand ins Getriebe. Einige pochten darauf, dass der Spielplatz ausnahmslos den Hortkindern des Hilfswerks zur Verfügung stehen sollte. Die Einigung der beiden Hortleitungen wurde außer Kraft gesetzt. Jetzt steht der Platz am Vormittag wieder leer, Kritik regt sich bereits.

„Der Spielplatz wurde auf Gemeindekosten angelegt, die Spielgeräte fremdfinanziert. Es kann nicht sein, dass Besitzansprüche über die Vernunft gestellt werden. Was spricht dagegen, dass der Spielplatz am Vormittag - wie vor Monaten vereinbart - den Kindern der Kindergruppe Kunterbunt zu Verfügung steht, sofern sie den Platz in Ordnung halten und um die Mittagszeit räumen? Die Hortkinder des Hilfswerks kommen ja ohnehin erst nach der Mittagspause“, stellt der für Spielplätze zuständige Stadtrat Karl Kronberger dazu fest. Er hofft auf eine baldige Lösung.