Stätte des Wissens für den Auwald

In dem alten Bindhaus nahe dem Naturfreundehaus in der Au bei Stockerau könnte eine Außenstelle der Boku untergebracht werden.

Erstellt am 10. September 2021 | 05:23
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Nach einer Sanierung wäre das Bindhaus der ideale Platz für die Wissenschaftler der Universität für Bodenkultur. Die Augruppe mit Gerald Moll, Karl Kronberger, Franz Els, Gerhard Zwickl und Matthias Kubat ist – ebenso wie die Stadtgemeinde – von der Idee überzeugt.
Foto: Höberth

Noch ist das sogenannte Bindhaus nahe dem Naturfreundehaus in der Au ein unscheinbares Gebäude. Geht es aber nach der Augruppe und der Stadtgemeinde, soll daraus bald eine Stätte der Wissenschaft werden: Schon jetzt ist die Universität für Bodenkultur ein häufiger Gast in den Auwäldern, um die einzigartige Natur des Schutzgebiets zu erforschen. Eine eigene Außenstelle wäre demnach eine Win- win-Situa tion für beide Seiten.

„Die Augruppe hat hier eine Idee aufgegriffen, die wir bereits mit dieser besprochen haben“, so ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl. „Zu diesem Thema haben wir bereits ein vielversprechendes Gespräch mit dem Rektor der Boku geführt, um die wissenschaftliche Betreuung sicherzustellen“, erzählt sie.

„Wir hätten hier eine gute öffentliche Anbindung und beste Voraussetzungen zur Klima- und Biodiversitäts- forschung.“
Franz Els, Augruppe

Während im Ötschergebiet das „Alpine Forschungszentrum zu Klimawandel und Biodiversität“ besteht, könnte in Stockerau das Flach- und Auenland ergründet werden.

„Wir hätten hier eine gute öffentliche Anbindung und beste Voraussetzungen zur Klima- und Biodiversitätsforschung“, weiß Bauhof-Leiter und Au gruppen-Mitglied Franz Els.

Hier ließe sich auch der Kontrast zwischen Auwald und Stadt erforschen, idealerweise mit einem weiteren innerstädtischen Standort wie dem ehemaligen Bezirksgericht. Architekt Werner Fürtner hat bereits ein Sanierungskonzept für das Bindhaus, das im Eigentum der Stadt steht, entwickelt.