Stau vor Schulbeginn: „Ist Sache der Eltern“. Mit Bewusstseinsbildung will die Stadt dem Verkehrschaos entgegenwirken.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. September 2020 (04:50)
Mit Schildern und Plakaten macht die Stadt bewusst: Ein kurzer Fußweg zur Schule ist ein guter Start in den Schultag.
Höberth

Mittwoch, 7.45 Uhr, Schiessstattgasse: Es gibt kein Weiterkommen. Eine lange Autoschlange hat sich vor der Kreuzung zur Hauptstraße gebildet, alle warten auf grünes Licht. Nur langsam geht es für die Fahrer voran, und immer wieder ordnen sich neue Lenker, die ihre Kinder zur Schule oder in den Kindergarten gebracht haben, in den Stau ein.

Situationen wie diese stehen, sobald die Schule wieder beginnt, rund um den Schulcampus an der Tagesordnung. Für die Stadt nichts Neues: Seit Jahren wird versucht, dem frühmorgendlichen Verkehrschaos entgegenzuwirken. Erstmals zu sehen sind heuer Schilder und große Plakate, die „Elternhaltestellen“ markieren, wie in der Manhartstraße. Diese wurden gemeinsam mit dem Mobilitätsmanagement Weinviertel entwickelt. Von dort aus sollen die Kinder zu Fuß zu ihrer Schule gehen.

„Uns geht es hier um Bewusstseinsbildung. Das ist eine Sache der Eltern, nicht der Kinder“, so ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl. „Ich kann jedem nur empfehlen, sein Kind ein paar Meter früher aussteigen zu lassen“, so die Stadtchefin, die selbst Oma ist. Denn gerade bei Stress im Straßenverkehr kann es zu brenzligen Situationen kommen, und für die Kinder sei ein kurzer Fußweg vor Schulbeginn eine willkommene Bewegung. „Man muss nur ein paar Minuten früher wegfahren“, wünscht sich Völkl ein Umdenken. -mh-