Zauberposse vor der Stadtpfarrkirche. Zeno Stanek und Joesi Prokopetz verrieten, was sich ab 27. Juni bei „Lumpazi Vagabundus“ abspielen wird.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 16. Juni 2017 (05:00)
Höberth
„Schauen Sie sich das an!“: Festspielintendant Zeno Stanek und Joesi Prokopetz machten Lust auf das neue Festspielstück. Mit dabei waren Karin Wiesner, Erwin Kube, Dietmar Pfeiler, Radha Kamath-Petters, Andrea Völkl,Monika Handschuh, Gerda Rak-Gübler und die Mitorganisatorin der KulturZone Astrid Weiß-Fanzlau.

„Nestroy-Fans müssen sich keine Sorgen machen; sie bekommen ihren Lumpazi zu 80 Prozent!“, lachte Joesi Prokopetz. Dennoch haben Festspielintendant Zeno Stanek und sein Team dem Stück neuen Leben eingehaucht und es für die Bühne am Rennerplatz mit frischen Ideen versehen.

Bei der Stückeinführung, die ihren Besuchern Einblicke in die Produktion gibt, stellte Stanek sein Konzept vor. „Nestroy hat seinen Lumpazivagabundus eine Zauberposse getauft. Dem wollten wir eine besondere Position einräumen“, schilderte er.

In seiner Fassung spielen die Zauberer mit den Menschen ihr Spiel, was sich auch aus dem Bühnenbild, das mehrere Ebenen bietet, herauslesen lässt. Die Zauberer verkleiden sich als Menschen und beeinflussen zu ihrer eigenen Belustigung deren Schicksal.

„Die Zauberer spielen Menschen, sie inszenieren ihr Spiel umdie Menschen herum. Es ist wie bei der Truman-Show!“Joesi Prokopetz

Kostüme aus glitzerndem Stoff machen die Götter auch in ihrer Menschengestalt erkennbar. „Die Kostüme werden in mehreren Schichten getragen. Den Schauspielern wird wohl warm werden!“, lachte Stanek.

Dabei werden – wohl ganz im Sinne des kritischen Geists Nes-troy – aktuelle Themen aufgegriffen. „Unser Stück endet in absoluter Ratlosigkeit. Das ist das, was wir spüren, wenn wir am Morgen die Zeitung aufschlagen“, so Stanek. Natürlich darf auch das Lokalkolorit nicht fehlen: „Wir haben neue Elemente gesucht, die auf uns, das Heute und die Region verweisen“, versprach der Intendant.

Joesi Prokopetz, der heuer erstmals in die Stockerauer Festspielproduktion eingebunden ist und an der Textfassung mitgearbeitet hat, zeigte sich von Staneks Ideen begeistert: „Am meisten beeindruckt hat mich bei den Vorgesprächen, dass die Zauberer bei diesem Stück durch die Wand gehen können“, machte er auf die Aufführung neugierig. Für Prokopetz, der auch in mehreren Rollen zu sehen sein wird, liegt das Besondere des Stücks in der Verquickung der Menschen- und der Zaubererwelt: „Die Zauberer spielen Menschen, sie inszenieren ihr Spiel um die Menschen herum. Es ist wie bei der Truman-Show!“, beschrieb er.

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