Zufahrtsverbot vor Schulen statt Chaos?

Das Verkehrschaos vor den Volksschulen in Korneuburg war Thema in der letzten Ausgabe der NÖN. Nun meldete sich die Radlobby Stockerau zu Wort.

Erstellt am 22. September 2021 | 05:06
Elterntaxi Elterntaxis Schule Schulweg Symbolbild
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„Wir, die Radlobby Stockerau, freuen uns über Ihre kritische Berichterstattung zu den Elterntaxis. Ähnliche Situationen finden sich bei allen Schulen wieder, so auch in Stockerau“, wandte sich Christopher Ohmeyer von der Stockerauer Radlobby an die NÖN.

Er verweist auf die Elternparkplätze, die in Stockerau in den Straßenzügen Unter den Linden und Schießstattgasse seitens der Gemeinde errichtet wurden. „Diese werden einerseits dem Ansturm nicht gerecht und verringern auch nicht den Zubringerverkehr vor den Schulen. Autos halten hier kreuz und quer, stellenweise auf Schutzwegen, Radwegen und blockieren und gefährden nicht nur Fußgänger und Radfahrer, sondern sorgen auch für einen Stau in den Zufahrtsbereichen“, berichtet er.

Er wartet seitens der Radlobby mit einem Lösungsvorschlag auf: sogenannte Schulstraßen mit einem zeitlich befristeten Zufahrtsverbot für Kfz – mit Ausnahme von Schulbussen – von 7.30 bis 8.15 Uhr. Ohmeyer: „Der Schulgehbus würde auch die Kleinsten aufnehmen und sicher zur Schule bringen, sodass keine Notwendigkeit besteht, vor die Schule zu fahren.“

Bürgermeisterin Andrea Völkl betonte, dass „die Sicherheit der Schulkinder höchste Priorität“ habe, deshalb mache die Stadt auch wieder beim Projekt „SchulGehBus“ mit: „Wir werden evaluieren, welche Verbesserungen dieses Projekt bringt. Grundsätzlich sind wir für alle Vorschläge zur Verkehrs entlastung vor den Schulen offen. Auch die Versetzung der Kiss’n’Go-Parkplätze ist durchaus ein guter Vorschlag.“