Zugänge zur Au: „Wird ein langer Weg“. Freundlich, sicher, lärmarm, autofrei – so würden sich die Engagierten die Zugänge zur Au wünschen. VP-Stadtchefin kann einer Grünbrücke auch viel abgewinnen.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 07. August 2019 (03:32)
Josef Lehner
Für Veronika Balasch mit Tochter Marlene, Christa Nader, Elisabeth Watzinger, Ulrike Lehner, Roland Balasch, Hans Nader, Wolfgang Rieger, Martin Summerer und Josef Lehner muss der Weg in den Auwald attraktiver werden.

Der Name der Bürgerinitiative „Tunnel und grüner Übergang“, die sich im Zuge des geplanten A22-Ausbaus gebildet hat, sagt es bereits: Die Mitglieder engagieren sich nicht nur für eine Einhausung der Autobahn, sondern auch für eine Grünbrücke, die direkt von der Stadt in die Au führen soll.

„Der Au-Zugang darf durch den Ausbau der A22 nicht noch weiter erschwert werden“, macht Sprecher Josef Lehner klar. Die derzeitige Barrierebildung der A22 zwischen Stadtgebiet und dem Naherholungsgebiet Au soll, so das Anliegen der Engagierten, durch geeignete Maßnahmen im Zuge des Ausbaus der A22 minimiert werden. Wolfgang Rieger stößt sich an den derzeitigen Zugangsmöglichkeiten: „Für die Erholungssuchenden sind autofreie, lärmarme, sichere und freundlich gestaltete Übergänge in die Au zu realisieren.

"Grüne Brücke wäre großartig"

Das Naherholungsgebiet soll so wieder an Attraktivität gewinnen“, wünscht er sich. Auch die Anbindung zum Donauradweg soll attraktiver werden. Geht es nach der Initiative, wird dieses Projekt in das Landesprogramm „Grüner Ring“ aufgenommen, ebenso wie in das Entwicklungskonzept der Stadt. „Eine grüne Brücke im Sinne eines Erdwalls wäre großartig“, so VP-Stadchefin Andrea Völkl, die diese Woche gemeinsam mit den Engagierten bei einem runden Tisch darüber diskutieren will.

Doch ganz abgesehen von hohen Kosten gebe es viel zu bedenken: „Der Damm soll die Stadt vor Hochwasser schützen. Mit jedem weiteren Durchgang wird dieser Schutz aufgeweicht. Und man darf auch nicht vergessen: Wenn eine Grünbrücke besteht, könnten auch Wildtiere vom Wald in die Stadt kommen“, fürchtet sie Unfälle und Tierleid. Sie will daher Experten zurate ziehen und weiß: „Das wird noch ein langer Weg.“

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