Zwist der Parteien: Aussprache als Lösung?

Grüne fordern von ÖVP eine Richtigstellung. ÖVP möchte mit Gesprächen den Streit zwischen den Parteien beenden.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:43

Nach der NÖN-Berichterstattung der Vorwoche kam es auf Facebook zu Diskussionen: Die Kommunale Immobiliengesellschaft (KIG) war in der Sitzung zum Thema geworden, und die Grünen konnten sich mit den Finanzmaßnahmen der ÖVP-Stadtregierung für die KIG nicht anfreunden.

ÖVP-Gemeinderat Siegfried Gaida kritisierte in der Gruppe „Was ist los bei uns in Stockerau“ die Haltung der Grünen-Mandatare Dietmar Pfeiler und Matthias Kubat, immerhin seien diese bezahlte Aufsichtsräte der KIG. Das Posting wurde mittlerweile gelöscht.

Pfeiler klagt über Falschmeldung

„Hier wurden Fake News verbreitet. Wir sind als KIG-Aufsichtsräte ehrenamtlich tätig und haften mit unserem Privatvermögen. Wir sehen unsere Rolle als Kontrollorgan der Geschäftsführung“, macht Pfeiler klar. Er fordert von Gaida eine Richtigstellung – und zwar ebenfalls auf Facebook, immerhin zählt die Gruppe aktuell rund 10.750 Mitglieder. Ansonsten müsse ÖVP-Stadtchefin Andrea Völkl Konsequenzen ziehen und Gaida als Gemeinderat abberufen, „um weiteren Schaden von den Aufsichtsräten abzuhalten“.

Für die ÖVP ist indes klar: Die Streitigkeiten mit den Grünen müssen ein Ende haben. „Bevor wir uns wieder etwas über die Medien ausrichten, lade ich die Grünen zu einer Aussprache ein. Es gibt so viele Themen, an denen wir gemeinsam arbeiten sollten, wir wollen miteinander etwas für diese Stadt tun“, will Völkl einen neuen Weg einschlagen.

Die Grünen seien jederzeit gesprächsbereit, betont Pfeiler. Entscheidend werde sein, mit welchen Zielsetzungen die ÖVP in das Gespräch geht. „Ich hoffe, dass wir das gegenseitige Verständnis stärken können.“ Seine Forderung nach einer Richtigstellung bleibe aber dennoch aufrecht.