Stockerauer Arzt hat es geschafft!. Als erster Arzt hat Martin Göksu aus Stockerau den verletzten deutschen Höhlenforscher in der Riesending-Schachthöhle in Bayern erreicht. Gemeinsam mit einem Kollegen aus Italien bereitet er den Verunglückten für den Transport vor.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 12. Juni 2014 (16:44)
NOEN, Stefan Obernberger
Zwei Ärzte betreuen derzeit den schwer verletzten Höhlenforscher in der Riesending-Schachthöhle in Bayern. Der erste Arzt, der es am Mittwoch zu dem verletzten Deutschen geschafft hat, ist der Stockerauer Martin Göksu.

Freunde und Bekannte drückten dem jungen Arzt die Daumen

Göksu ist seit über zehn Jahren Mitglied der Höhlenrettung und bemüht sich jetzt gemeinsam mit einem italienischen Kollegen, den Verunglückten für die Rettung vorzubereiten.

In Stockerau drücken Freunde und Bekannte dem jungen Arzt die Daumen. Göksu arbeitet in Deutschland als Mediziner und pendelt zwischen Bayern und Stockerau. Er ist begeisterter Höhlenforscher und hat auch schon etliche Höhlen kartografiert. Auch das Höhlentauchen zählt zu seinen großen Leidenschaften, erzählen Freunde vom Handballclub UHC Stockerau, wo auch Göksu gespielt hat.

Sein wissenschaftliches Interesse an Höhlen hat Göksu auch im Gespräch mit der NÖN untermauert, bevor er zur Erkundung des Palfauer Wasserlochs gestartet ist.

Einer von drei Ärzten in Europa, die sich bereit erklärten

"Das Interessante am Palfauer Wasserloch ist ein hydrogeologischen Phänomen, das wir zu erklären versuchen wollen. Denn die Schüttung des Wasserlochs schwankt sehr stark und kann innerhalb weniger Minuten bis zum 20fachen des Normalwertes – unabhängig von Niederschlägen – ansteigen", sagte Göksu damals.

Am Dienstag startete der junge Arzt zu seinem schwierigsten Einsatz, der Verletzte befindet sich mit einem Schädel-Hirn-Traum in rund 1.000 Meter Tiefe, physisch und psychisch eine enorme Herausforderung für die Retter. In ganz Europa gibt es genau drei Ärzte, die sich zu diesem Einsatz bereit erklärt haben. Der Stockerauer Martin Göksu war einer davon.

Über Martin Göksü und die spektakuläre Rettungsaktion lesen Sie auch in der kommenden NÖN-Landeszeitung und der Lokal-Ausgabe der Korneuburger NÖN!