Kultur schlug Brücken. Seit 30 Jahren sind Stockerau und die deutsche Stadt Andernach offiziell Partnerstädte. Bis heute wird die Freundschaft von beiden Seiten gepflegt.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 09. Juli 2014 (06:01)
NOEN, Dieter Rathauscher
Adernachs Oberbürgermeister Achim Hütten war bei der Festspielpremiere zu Gast, hier im Gespräch mit Geza-Michael Vörösmarty. Foto: Rathauscher
Traditionen werden in Stockerau hochgehalten. Ein besonders schönes Beispiel dafür ist die langjährige Freundschaft mit der Gemeinde Andernach in der deutschen Rheinland-Pfalz, die 1984 offiziell zur Partnerstadt erklärt wurde.

Festspiele begründeten „Theaterehe“ der Städte

„Die Freundschaft an sich besteht schon länger, aber vor 30 Jahren wurde sie offiziell gemacht“, weiß Bürgermeister Helmut Laab. Es war die Kultur, die die beiden Gemeinden zusammenführte: „Ein Zeitungsartikel aus 1966 berichtet von einer „Theaterehe“ der beiden Städte“, weiß die Leiterin des Bezirksmuseums, Gabriele Gruber-Redl.

„Durch die Anregung des damaligen Festspielintendanten Jürgen Wilke entschloss man sich, die Festspiele in den beiden Städten gemeinsam zu organisieren und durchzuführen. Bis 1970 gab es diese rege Zusammenarbeit“, erzählt sie.

Dann endete die Kooperation, durch private Initiativen und Vereine konnte die Freundschaft aber aufrechterhalten werden. Es wurden sogar Partnervereine in den Gemeinden gegründet, die gegenseitige Besuche organisieren.

Besuche am Rhein sind immer ein Erlebnis

Da war es selbstverständlich, dass Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten auch bei der Premiere der 50. Festspiele in Stockerau vorbeischaute. Vergangenes Wochenende revanchierten sich dann die Stockerauer mit einem Besuch beim sogenannten „Europafest“.

„Die Mitglieder unseres Partnervereins haben dort bei der Ausschank geholfen. Außerdem haben sie Weine und Schmankerln aus unserer Region mitgebracht“, erzählt Laab. Für ihn sind die Besuche am Rhein immer ein Erlebnis: „Wir werden dort stets freundlich empfangen. Und wenn man in ein Geschäft kommt und mit unserem Dialekt auffällt, fragen viele: „Kommen sie aus Stockerau?““, freut er sich über die Herzlichkeit.