Stockerauerin: „Schließe Auslandssemester online ab“. Studienaufenthalt in Helsinki endete für eine Stockerauerin aufgrund der Coronakrise abrupt. Dennoch studiert sie weiter in Finnland – über Online-Kurse.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 25. März 2020 (04:19)
Verena Lindner musste wegen der Coronakrise frühzeitig aus dem kalten Finnland abreisen. Foto: privat
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Ihr Auslandssemester in Helsinki hätte sich die Stockerauerin Verena Lindner anders vorgestellt. Letzte Woche reiste die ehemalige NÖN-Mitarbeiterin überstürzt ab, um noch einen Flug nach Hause zu bekommen.

NÖN: Du bist seit Dienstag wieder in Österreich. Wie empfindest du die Stimmung hier?

Verena Lindner: Am Heimweg vom Flughafen bin ich durch Korneuburg durchgefahren und es war ein komisches Gefühl, die Stadt an einem Dienstagvormittag so leer zu sehen.

"Ich hatte nie Angst vor dem Coronavirus, sondern eher vor den Maßnahmen"

Wie hast du die Entwicklungen in Österreich miterlebt?

Zu Beginn hat sich das so weit weg angefühlt, wie es auch war – über 1.700 km. Ich hatte nie Angst vor dem Virus, sondern eher vor den Maßnahmen und wie sich das auf meinen Auslandsaufenthalt auswirkt.

Wie ist man in Helsinki mit den Corona-Meldungen umgegangen?

Als die Fälle langsam zunahmen, wurden auch dort Lebensmittelmärkte und Apotheken gestürmt, wie in anderen Ländern.

Wann hast du entschieden, dass du Helsinki verlässt, und warum?

Nach einem Anruf beim Außenministerium am 16. März in der Früh hab ich mich dazu entschlossen, am Dienstag den ersten Flug nach Wien zu nehmen. Ich hatte Bedenken, dass ich nicht mehr so schnell nach Hause kommen kann. Bis zum Schluss hatte ich Angst, dass mein Flug doch noch gestrichen wird.

Wie geht es jetzt mit deinem Studium weiter?

Da auch in Helsinki alles auf online umgestellt wurde und dort schon generell sehr viele Kurse online abgehalten werden, kann ich mein Semester in Helsinki abschließen. Es läuft also alles weiter und es gibt keine Probleme durch meine Heimkehr.