Kurz auf dem Feld. Ein Zeichen setzen wollte Josef Stacher: Er hofft, dass VP-Kandidat Sebastian Kurz die Landwirtschaft unterstützt.

Von Theodora Höger. Erstellt am 15. September 2017 (03:48)
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„So einen Medienrummel wollte ich eigentlich nicht damit lostreten“, schüttelt Josef „Sam“ Stacher beim NÖN-Interview den Kopf, „ich stehe nicht gern im Mittelpunkt. In der zweiten Reihe fühle ich mich wesentlich wohler.“

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Landwirt Josef „Sam“ Stacher und seine Ingrid sind überzeugte Kurz-Wähler.

Stacher hat seine politische Meinung „kurz“ und knapp in seinem Rapsfeld direkt an der Landesstraße kundgetan: „Ich hab da das Wort ‚Kurz‘ mit dem Grubber hineingeschrieben“, erzählt der überzeugte VP-Wähler, der schon als Schüler im Schönschreiben überzeugte, „weil man als Landwirt ja gar nichts anderes wählen kann.“ Das Foto vom Feld machte schnell die Runde; auch das Team Kurz teilte es via Facebook, Resonanz kam aus ganz Österreich.

NÖN/BVZ

Was sich Stacher von Kurz erhofft? „Vielleicht bringt er einen Schwung hinein. Für mich ist es auf jeden Fall ein Zeichen an ihn, dass wir Landwirte ihn unterstützen und dass er auch auf uns Landwirte schauen soll. Die Bevölkerung schätzt uns immer weniger“, moniert er.

Ob er dieses Zeichen auch gesetzt hätte, wenn Kurz einen längern Namen hätte? Stacher lacht: „Ich glaube, dann hätte ich halt einfach ÖVP in den Acker gegrubbert.“

Diese Aktion war für Stacher übrigens keine Premiere: Sein erster Liebesbeweis per Feld galt seiner Frau Ingrid. „Ich hab ihr vor einigen Jahren einfach so ein Herz in den Acker gegrubbert, während sie bei der Arbeit war. Alle haben geglaubt, es wäre unser Hochzeitstag“, erinnert er sich lächelnd zurück.