Bezirk Korneuburg punktet bei Gästen und Zuzug. Der Bezirk verbuchte in den letzten beiden Jahren ein kräftiges Tourismusplus von 16,1 Prozent.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 31. August 2019 (05:53)
Viele Besucher, die in den Bezirk kommen, schätzen die sanft-hügelige Landschaft und die Heurigenkultur.
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Der Bezirk Korneuburg ist bei Gästen und Bewohnern gleichermaßen beliebt, das zeigen die neuesten Zahlen. Von 2016 bis 2018 stieg die Anzahl der Ankünfte von Touristen um 16,1 Prozent, die Anzahl der Übernachtungen um 9,1 Prozent. „Das ist ein erfreuliches Plus“, freut sich VP-Landesrat Martin Eichtinger.

„Die Nähe zu Wien, und doch lebt man am Land mit einer guten Infrastruktur!“

Immer mehr Menschen zieht es auch dauerhaft in den Bezirk. „2018 sind um 842 Personen mehr in den Bezirk gezogen, als weggezogen sind“, rechnet Eichtinger vor. Die Bevölkerung ist damit in zwei Jahren um 1.408 Personen bzw. 1,6 Prozent gewachsen. Für die Tourismusverantwortliche im Bezirk, Leobendorfs VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha, ist klar, was den Reiz der Region ausmacht: „Die Nähe zu Wien, und doch lebt man am Land mit einer guten Infrastruktur!“

Von den guten Tourismuszahlen zeigt sie sich wenig überrascht. Die Zusammenarbeit der Leader-Region Weinviertel-Donauraum mit der Kleinregion „10vorWien“ und dem Tourismusverband hätte Früchte getragen. „Attraktionen wie die Fossilienwelt, die Burg Kreuzenstein, die Adlerwarte, aber auch die Sonderfahrten der Regiobahn, die Weinstraße und Kulturveranstaltungen sind besser beworben worden“, ist sie überzeugt.

Aufholbedarf ortet sie noch im Bereich Gastronomie und bei den Beherbergungsbetrieben. Hier müssten sich die Gemeinden und Regionen mehr engagieren und ihre Stärken nach außen tragen. Auch fehlt Batoha im Weinviertel das Regionsbewusstsein: „Das ist im Gegensatz zu anderen Regionen Österreichs noch relativ schwach ausgeprägt“, bedauert sie, „wir müssen viel mehr zu unseren Stärken und Vorzügen stehen. Denn man kann nur Feuer entfachen, wenn es in einem selbst brennt!“