Terra-Urteil lässt Gemeinde jubeln. VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha konnte es kaum fassen, als sie die Nachricht erhielt: „Wir haben einen Teilsieg errungen. Die Genehmigung für die Terra-Anlage wurde aufgehoben“, so die Ortschefin gegenüber der NÖN.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 24. Januar 2018 (05:01)
Gemeinde
Das Warten hat ein Ende: Bürgermeisterin Magdalena Batoha und ihr Vize Josef Bauer (beide ÖVP) halten das Urteil des Landesverwaltungsgerichtshofs in ihren Händen.

Eine lange Vorgeschichte geht diesem Urteil des Landesverwaltungsgerichts voraus: Im Juli 2011 wurde bekannt, dass die Firma Terra Umwelttechnik GmbH eine mikrobiologische Aufbereitungsanlage für kontaminiertes Erdreich im Tresdorfer Industriegebiet plant.

19.000 Tonnen Erdaushub pro Jahr sollen dabei von Kohlenwasserstoffen – also Rohöl, Diesel, Benzin oder Lösungsmittel – gereinigt werden. Das Land genehmigte die Anlage, die Gemeinde legte Berufung ein, der Fall ging in die nächste Instanz. Seit dem Sommer 2013 harrten die Parteien nun einem Urteil.

Robert Philipp: "Halten an Projekt fest"

Umso größer ist nach dem langen Warten die Erleichterung bei der Gemeinde. Ganz anders bei Terra; Geschäftsführer Robert Philipp hat jedoch keineswegs vor, das Projekt aufzugeben: „Selbstverständlich halten wir an dem Projekt fest“, macht er gegenüber der NÖN klar. Das Urteil selbst kann er indes nicht kommentieren: „Bisher ist uns kein Bescheid zugegangen!“, ist Philipp verärgert. Für ihn ist es unbegreiflich, dass sich die Entscheidungsfindung des Gerichts so lange hingezogen hat.


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