Ein weiterer Keim ist aufgetaucht. Sierndorfs Bürgermeister Gottfried Muck (ÖVP) kündigt ein Überholen der Hochbehälter an.

Von Karin Schuhböck. Erstellt am 02. Februar 2021 (08:05)
Im Trinkwasser wurde wieder ein Keim entdeckt, das Abkochen bei Verwendung als Lebensmittel ist damit weiterhin wichtig.
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Nun wurden die letzten Testergebnisse der Wasserüberprüfung bekannt – und es wurde wieder eine Verkeimung gefunden. In zehn entnommenen Proben im Gemeindegebiet wurde noch ein weiterer Keim (Enterokokken) entdeckt.

ÖVP-Bürgermeister Gottfried Muck informiert über die aktuelle Lage: „Die betroffene Entnahme war vom großen Hochbehälter in Obermallebarn, von dem ausgehend die gesamte Gemeinde versorgt wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Verkeimung in das Leitungsnetz gelangt ist. Bei Enterokokken gibt es keine Toleranz, das heißt, selbst bei nur einem Keim muss die Bevölkerung informiert werden, dass das Wasser für die Verwendung als Lebensmittel abgekocht werden muss.“

Folgende Schritte werden unternommen: Das Wasser wird nochmals chloriert und in einer Woche werden wieder Proben durch die AGES entnommen. Wenn die Ergebnisse des gechlorten Wassers keimfrei sind, kann das Trinkwasser wieder freigegeben werden.

Der Ortschef möchte noch weitere Schritte unternehmen: „Da es uns in Zusammenarbeit mit den Behörden nicht möglich war, die Ursache für die Verunreinigung des Trinkwassers zu finden, planen wir, unsere Hochbehälter zu überholen, sodass in Zukunft Verunreinigungen ausgeschlossen werden können.“

Die Bevölkerung wurde auf der Gemeinde-Website und mit Anschlag an der Amtstafel informiert. Weiters wird die Information an jeden Haushalt verteilt und die Bürger werden per Bürgerservice-WhatsApp verständigt.